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Dresdner Leopard Askin bekommt neue Partnerin

Dresdner Leopard Askin bekommt neue Partnerin

Es ist ein ständiges Kommen und Gehen im Zoo: Derweil bis Sommer ein Giraffen- und ein Koalaweibchen an der Tiergartenstraße eintreffen sollen (DNN berichteten), wird ein weiteres weibliches Geschöpf Dresden verlassen.

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Schneeleopard Askin bekommt eine neue Partnerin. Grund: Seine Ex Serena hat immer wieder ihre Jungen verhungern lassen. Nun muss sie den Dresdner Zoo verlassen und nach Indonesien umsiedeln.

Quelle: Dietrich Flechtner

Von Katrin Richter

Noch im Januar soll sich Schneeleoparden-Dame Serena auf die Reise in einen Tierpark in Indonesien machen. Der Grund: Das Tier hat bereits zum vierten Mal seine Jungen nicht aufgezogen. "Sobald Serena weg ist, wird ihr Partner Askin ein neues Weibchen bekommen - die fast zweijährige Jata aus dem Nürnberger Zoo", berichtet Kurator Matthias Hendel, der sich um den Transport kümmert.

Die mittlerweile fast elfjährige Serena lebt nach Informationen des Zoologischen Leiters Wolfgang Ludwig seit zehn Jahren in Dresden. Bevor 2008 Askin ihr Partner wurde, hat sie bis 2006 mit dem alten Schneeleoparden Gobi zusammengelebt, der an Nierenversagen starb.

Mit Gobi hatte Serena keine Kinder, sehr wohl aber mit Askin. "Sie hat viermal Junge bekommen und auch angefangen, sie zu säugen", weiß Ludwig. Sie habe sie aber nie länger als ein paar Tage aufgezogen, so dass die Kleinen letztlich verhungert seien. "Die Umgebung, in der sie ihre Jungen aufziehen sollte, hat ihr nicht gefallen", erklärt der Zoologische Leiter. Zwar seien die Schneeleoparden 2012 vom Katzenweg weg in eine neue, wesentlich größere Anlage umgezogen. Serena habe aber nie etwas anderes kennengelernt. "Als unerfahrene Mutter hat sie gelernt, wenn Junge kommen, gibt es keine Chance, sie aufzuziehen", meint Ludwig. Die Anlage aus den 1970ern habe direkt am Besucherweg gelegen, sei nicht abgeschieden gelegen gewesen. Diese Erfahrung habe sie mehrmals gemacht. Das sei offensichtlich so prägend gewesen, dass Serena ihre Jungen auch im Juni 2012 in der neuen Anlage nicht aufgezogen habe.

Schneeleoparden werden Ludwig zufolge bereits seit den 1930ern in Dresden gezüchtet. "Nach dem Krieg kamen die ersten drei Tiere - ein Mann und zwei Weibchen - im November 1954, zwei Jahre später folgte noch ein Männchen." Dann war erst einmal eine ganze Weile Ruhe, bevor kurz vor der Wende wieder zwei dieser imposanten Großkatzen Einzug hielten.

Schneeleoparden sind eigentlich im zentralasiatischen Hochgebirge zu Hause. Sie sehen einem Leoparden ähnlich, haben aber ein längeres, meist graues Fell, das im Winter besonders dick ist. Im Gegensatz zu anderen Großkatzen brüllt der Schneeleopard nie. Er lebt als Einzelgänger, ernährt sich vor allem von mittelgroßen Huftieren und Nagetieren des Gebirges und bewohnt felsige und zerklüftete Bergregionen in bis zu 6000 Metern Höhe. Schneeleoparden zählen zu den stark gefährdeten Tierarten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.01.2014

Katrin Richter

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