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Dresdner Leitungswasser landet beim deutschlandweiten Wasserpreisvergleich auf einem der hinteren Plätze

Dresdner Leitungswasser landet beim deutschlandweiten Wasserpreisvergleich auf einem der hinteren Plätze

Leitungswasser ist in Dresden so teuer wie in kaum einer anderen deutschen Großstadt. Das Männer-Lifestylemagazin "Men's Health" hat die Wasserpreise von 50 deutschen Städten verglichen.

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Der Dresdner Wasserverbrauch hat sich seit der Wende halbiert. Die Netzunterhaltungskosten sind aber gestiegen. Die Rechnung bezahlt der Verbraucher.

Quelle: Drewag

Dresden landet mit 2,14 Euro pro Kubikmeter abgeschlagen auf dem 44. Platz. Wasser, das in Mühlheim an der Ruhr in die Wanne läuft, kostet nur 1,24 Euro pro Kubikmeter - der günstigste Preis deutschlandweit. Wird in Solingen unbedacht der Wasserhahn aufgedreht, kann das teuer werden. 2,67 Euro kostet hier Deutschlands wertvollstes Leitungswasser.

Laut Drewag Stadtwerke Dresden GmbH, die die Wasserversorgung für Dresden und die Umgebung bereitstellt, gibt es für den vergleichsweise hohen Preis eine wirtschaftliche Notwendigkeit. "Die Versorgung mit Trinkwasser ist mit einem hohen Aufwand verbunden. Daher hat die Bereitstellung von Wasser in ausreichender Menge und einwandfreier Qualität auch ihren Preis. Nur wenn die Wasserpreise kostendeckend sind, gibt es genügend Investitionsgelder für die Gewinnung, Aufbereitung, Kontrolle, Speicherung, den Transport und die Verteilung des Wassers", sagt Drewag-Sprecherin Gerlind Ostmann.

Die Dresdner Stadtwerke seien deshalb gezwungen, die Preise derart hoch zu halten, da die Rahmenbedingungen des Standortes niedrigere Preise nicht zulassen würden, so Ostmann. "Nach der Wende sind viele große Industriekunden weggefallen und Anwohner abgewandert. Darüber hinaus wurden die Altbauten saniert und neue wassersparende Armaturen eingebaut, die den Wasserverbrauch weiter gedrückt haben. In Dresden wird nur noch halb soviel Wasser verbraucht, wie vor der Wende", berichtet Ostmann und fügt hinzu: "Gleichzeitig gab und gibt es als Erblast der DDR-Zeit im Dresdner Trinkwassernetz einen erhöhten Sanierungsbedarf, der die Betriebskosten erhöht." Um Kosten zu sparen und den Wasserpreis zu halten, der seit 1998 nicht gestiegen ist, sei man bei der Drewag bemüht, nach und nach die Kapazitäten zurückzubauen und Wasserwerke zu schließen.

Doch allein auf die DDR-Vergangenheit kann der hohe Wasserpreis in Dresden nicht zurückzuführen sein. In Halle kostet Trinkwasser nur 1,40 Euro. In Rostock werden nur 1,86 Euro pro Kubikmeter kassiert. "In jeder Stadt findet man andere Rahmenbedingungen, zu denen wir keine Aussagen treffen können. So haben wir in Dresden zum Beispiel zusätzlich mit großen Höhenunterschieden zu kämpfen, die uns zwingen, mehr Pumpwerke und Hochbehälter zu unterhalten, die den Druck in der Leitung aufrecht erhalten", begründet Ostmann. Nach Drewag-Angaben beinhaltet der Kubikmeterpreis 55 Cent für die Netzunterhaltungskosten. 53 Cent werden für Neuinvestitionen ausgeben.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.08.2013

Hauke Heuer

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