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Dresdner Kulturpalast-Saal ist fertig - als Modell

Dresdner Kulturpalast-Saal ist fertig - als Modell

Der Bau des neuen großen grandiosen Konzertsaals des Dresdner Kulturpalastes ist fertig - als begehbares Akustikmodell. Die Miniaturausgabe hat immerhin eine Abmessung von drei mal drei Metern und ist 2,50 Meter hoch.

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Die Miniaturausgabe des Kulturpalasts misst drei mal drei Meter und ist 2,50 Meter hoch - hier der Blick zur Bühne. Die Architekten Clemens Ahlgrimm (l.) und Roman Bender (r.) sind für die Ausgestaltung des Konzertsaals und die Umsetzung der akustischen Vorgaben zuständig.

Quelle: gmp/PR

Derzeit wird das Modell noch vom Berliner Akustikbüro Peutz Consult GmbH für Akustikmessungen genutzt, bevor das Saal-Mini-Abbild im Frühjahr auf einer Ausstellung den Dresdnern präsentiert wird.

Der Saal ist terrassenförmig in der so genannten Weinbergform angelegt. Als Vorbilder standen so berühmte Säle wie das Helsinki Music Centre, die Suntory Hall in Tokio, die Royal Concert Hall in Glasgow, das Konzerthuset in Kopenhagen, aber auch die Berliner Philharmonie und das Gewandhaus Leipzig Pate. Die Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp-architekten) entwarfen ein 1:10-Maßstabsmodell. Die messtechnischen Verfahren werden aus patentrechtlichen Gründen nicht genannt. "Sie sind jedoch die gleichen Verfahren wir in einem Konzertsaal in Originalgröße", versichern Akustikplaner und gmp-Architekten.

Das Modell spart Zeit und Kosten, ist neuester Stand des Konzertsaalbaus. Insgesamt hat die Stadt allein für die Raumakustik insgesamt Bruttohonorarkosten von 487250 Euro veranschlagt. Die messtechnischen Untersuchungsergebnisse wirken sich laut Stadtsprecher Kai Schulz direkt auf die Ausbaukosten des Saales aus, die 8,36 Millionen Euro betragen. Die Rohbauarbeiten für den großen Konzertsaal sollen noch im April beginnen, der Ausbau ab Februar 2015 bis September 2016.

In der Entwurfsphase nutzten die Akustiker ein 3-D-Computermodell. Dioe rechnerischen Simulationen dienten als Grundlage für die Ausformung des Saales und die Wahl der Materialien. Die Oberflächen des anschließenden halbgaragengroßen Modells des Saales - also Wände, Decken, Bestuhlung und anderes - entsprechen in ihrer akustischen Beschaffenheit den tatsächlichen Gegebenheit des Saales. Schritt für Schritt gehen die Messungen im und mit dem Modell somit in den wirklichen Baus des Saales ein. Ziel ist eine optimale Raumakustik für die Dresdner Philharmonie, aber auch für die Unterhaltungsmusik, was für die Akustiker aufgrund unterschiedlicher Nachhallzeiten durch extrem schwierig umzusetzen ist.

Die Berliner Peutz Consult GmbH, die für die Raumakustik verantwortlich zeichnet, ist eine niederländische Niederlassung. Die niederländische Peutz-Gruppe hat hierzulande noch Filialen in Düsseldorf und Dortmund, ist aber auch in Frankreich, Großbritannien und Belgien vertreten.

Anders als bei der skandalgeplagten Elbphilharmonie in Hamburg liegt Dresden bislang laut dem Projektverantwortlichen Peter Hinkel finanzielll und zeitlich im Plan. Der Kulturpalast-Umbau insgesamt kostet rund 81,5 Millionen Euro, wobei darin bereits ein Puffer für steigende Baukosten eingerechnet ist. Weitere sechs Millionen Euro sind im städtischen Etat für die nutzerspezifische Ausstattung eingeplant. Nutzer werden letztlich die Dresdner Philharmonie, die Stadtbibliothek, die Herkuleskeule, das Besucherzentrum der Stiftung Frauenkirche und die Dresden-Information.

Ralf Redemund

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