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Dresdner Konferenz sucht neue Konzepte gegen Pegida

"Die Resultate sind überschaubar" Dresdner Konferenz sucht neue Konzepte gegen Pegida

Wie begegnen wir Pegida? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer zweitägigen Konferenz am Freitag und Samstag in Dresden. Über 200 Teilnehmer haben sich angemeldet, um mit Dresden Nazifrei über den künftigen Umgang mit dem islam- und asylfeindlichen Bündnis zu diskutieren.

Quelle: S. Lohse

Dresden. Wie begegnen wir Pegida? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer zweitägigen Konferenz am Freitag und Samstag in Dresden. Über 200 Teilnehmer haben sich angemeldet, um organisiert von Dresden Nazifrei über den künftigen Umgang mit dem islam- und asylfeindlichen Bündnis zu diskutieren. Im Hörsaalzentrum der TU Dresden geht es bis zum Samstagabend in 14 Workshops sowie mehreren Vorträgen darum, was Dresden den Fremdenfeinden künftig entgegensetzen kann und will.

So wird unter anderem thematisiert, welche Rolle die Lokalpolitik in Dresden und Umgebung spielt, ob wöchentliche Demos oder punktuelle Großveranstaltungen erfolgversprechender sind und auch darum, wie Pegida überhaupt entstehen und gerade in Dresden groß werden konnte. Zu den Referenten gehören Wissenschaftler, Politiker sowie Mitarbeiter von zivilgesellschaftlichen Organisationen.

Zu den Auftaktvorträgen kamen rund 150 Teilnehmer. Insgesamt haben sich mehr als 200 für die Konferenz angemeldet.

Quelle: S. Lohse

Grund der Veranstaltung: Anders als im Rest der Republik ist es Dresden in über einem Jahr nicht gelungen, Pegida einen wirksamen Protest entgegen zu setzen. Wie viele Teilnehmer zugeben, sind die bisherigen Strategien des Protestes mehr oder weniger gescheitert.

"Die Resultate sind überschaubar", so Nazifrei-Sprecher Silvio Lang. Zwar seien allein in Dresden über 100.000 Menschen gegen Pegida auf der Straße gewesen, es sei dabei aber nicht gelungen, Pegidas Rolle zu marginalisieren oder die Teilnehmerzahl der Pegida-Demos zu senken. Teilweise, so müsse man annehmen, könnten die Proteste die Bedeutung Pegidas sogar erhöht haben, formulierte Lang als rhetorische Frage.

Eine grundsätzliche Neuausrichtung des Protestes sei nötig, Impulse dafür soll die Konferenz liefern. Im Zentrum stehe eine Vernetzung der vielen Initiativen. "Die Zivilgesellschaft ist aktiv", so Lang. Jetzt gelte es, sie zu stärken. Dabei soll es auch kontrovers zugehen. Schon der Eröffnungsvortrag der Leipzigerin Jennifer Stange bot einen Vorgeschmack darauf. Die Journalistin hielt den Dresdner Gegenprotesten den Spiegel vor und sparte dabei nicht mit Kritik. Dresden fehle es an einer Agenda des Protestes, an einer Auseinandersetzung mit dem Wesen und den aussagen von Pegida, zudem stellte sie die provokante Frage, ob in Slogan wie "Dresden ist bunt" nicht verharmlosend sei.

Die kritischen Stimmen seien aber absolut erwünscht, hieß es im Vorfeld. Ziel sei es eben, aus den eingefahrenen Wegen auszubrechen und neue Ideen zu generieren. Über mögliche Ergebnisse wollte am Freitagabend entsprechend noch kein Teilnehmer orakeln. Wer vorher schon wisse, wie es ausgeht, der braucht die Konferenz nicht, heißt es.

Stephan Lohse

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Strategiekonferenz in Dresden

"Wir haben offenbar keine neuen Ideen", fasste eine der Teilnehmerinnen am Samstagabend mit ein wenig Frust in der Stimme das Erlebte zusammen. Anderthalb Tage hatten da knapp 150 Dresdner und Gäste über den künftigen Umgang mit Pegida diskutiert. Das Ergebnis fällt ernüchterndaus.

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