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Dresdner Kliniken sind auf Ebola vorbereitet - Mitarbeiter üben für den Ernstfall

Dresdner Kliniken sind auf Ebola vorbereitet - Mitarbeiter üben für den Ernstfall

Die Landeshauptstadt ist für den Fall, dass plötzlich in einer Notaufnahme eines Krankenhauses ein Patient mit Ebola-Verdacht auftaucht, gerüstet.

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Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Es löst hämorrhagisches - mit Blutungen einhergehendes - Fieber aus.

Quelle: Cynthia Goldsmith/CDC

Dieser Ansicht sind Gesundheitsamt und Kliniken.

„Mitarbeiter der Flughafenfeuerwehr, des Brand- und Katastrophenschutzamtes und Personal der Notfallambulanzen und Notfallaufnahmen der Krankenhäuser werden regelmäßig geschult – auch ohne Ebola-Verdacht – und trainieren Abläufe. Für Krankenhäuser und Arztpraxen stehen Informationen auf www.gesunde.sachsen.de unter ,Aktuelles’ bereit“, so Jens Heimann, Leiter des Gesundheitsamtes Dresden. Für Personalschulungen seien die jeweiligen Arbeitgeber verantwortlich, ebenso für Maßnahmen zu deren Schutz.

Im Dresdner Uniklinikum zum Beispiel setzt man sich seit Juli intensiv mit dem Thema Ebola auseinander, erfuhren wir von Prof. Lutz Jatzwauk, Leiter der Krankenhaushygiene. Ein ebolaverdächtiger Patient würde in der Notaufnahme der Inneren Medizin in einem „separaten Bereich isoliert“. „Für das medizinische Personal haben wir die entsprechende Schutzausrüstung – also Overalls, Brillen und Masken vorrätig.“ Bestünde ein begründeter Ebola-Verdacht, seien die Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten im Klinikum sowie die weitere Verfahrensweise genau geklärt. In den vergangenen Wochen habe man zudem das medizinische Personal geschult und das Anlegen der Schutzkleidung trainiert.

Dass sich die inzwischen geheilte Pflegekraft in Spanien wahrscheinlich beim Ablegen der Schutzkleidung infizierte, ist für die Uniklinik Anlass, weitere Schulungen durchzuführen, um auch das Ablegen der Schutzkleidung zu trainieren. „Dafür werden wir eine Mitarbeiterin aus dem Leipziger St. Georg-Krankenhaus bei uns haben“, so Jatzwauk. Auch die anderen Kliniken in Dresden sehen sich gut vorbereitet. „Unser medizinisches Personal der Notaufnahmen ist umfassend auf die Vorstellung von Patienten mit Verdacht auf ein importiertes virales hämorrhagisches Fieber bzw. infektiöse Fiebererkrankung  geschult“, antwortet Viviane Piffczyk, Sprecherin Städtisches Klinikum Dresden, auf DNN-Anfrage.

Allerdings: Stationär aufgenommen und behandelt werden können Ebola-Kranke in Dresden nicht, denn in keiner der Kliniken gibt es eine dafür erfor-

derliche Sonderisolierstation, für die besondere bauliche und technische Voraussetzungen geschaffen werden müssten. Eine stationäre Behandlung dieser Patienten erfolge ausschließlich in den vom Robert Koch Institut benannten Kompetenzzentren, in Sachsen also im Städtischen Klinikum „St. Georg“ in Leipzig.

Catrin Steinbach

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