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Dresdner Kliniken investieren über 50 Millionen Euro

Dresdner Kliniken investieren über 50 Millionen Euro

Juni des vergangenen Jahres ist der Bankkaufmann und Wirtschaftsmathematiker Jürgen Richter der neue Verwaltungsdirektor der städtischen Kliniken Neustadt und Friedrichstadt.

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Jürgen Richter plant in den kommenden Jahren drei Großprojekte.

Quelle: Andor Schlegel

Seit dem 1. Der dringend notwendig gewordene Konsolidierungsprozess ist seitdem in vollem Gange, die Verluste der Häuser konnten bereits verringert werden. Worin Richter die Hauptgründe für diese Entwicklung sieht und was er in den nächsten Monaten plant, darüber sprach er mit DNN-Redakteurin Christin Grödel.

DNN: Herr Richter, wie fällt ihr persönliches Fazit nach knapp zehn Monaten im Amt aus?

Jürgen Richter: Die Arbeit macht mir unglaublich viel Spaß. Wir haben sehr schnell Schritte eingeleitet, die anfangs unvorstellbar waren, die Entwicklung aber stark vorangebracht haben.

Die beiden Häuser haben 2012 weniger Fehlbeträge erwirtschaftet, selbst die Landesdirektion hat den Konsolidierungsprozess der Eigenbetriebe ausdrücklich gelobt. Es scheint, als wäre seit dem Bürgerentscheid vor gut einem Jahr einiges richtig gelaufen. Worin sehen Sie Hauptgründe für diese Entwicklung?

Wir konzentrieren uns wieder ganz auf unsere Patienten und haben begonnen, in hohem Maße kooperativ zu arbeiten, um gemeinsam gute Ergebnisse zu erzielen. Leistungssteigerung, Kostenkontrolle und Einhaltung des Personalplans waren die vorrangigen Ziele. 2012 war deshalb ein akzeptables Jahr, zumindest wenn man die Basis betrachtet, mit der wir begonnen haben. Wir haben weiterhin Verluste erwirtschaftet, damit können wir - trotz des positiven Verlaufs angesichts der Ausgangssituation - natürlich nicht zufrieden sein.

Im Doppelhaushalt 2013/2014 sind zehn Millionen Euro für die städtischen Kliniken eingestellt, die dank Investitionen das Defizit ausgleichen sollen. Wohin fließt das Geld genau?

Mit Hilfe dieser Summe können wir insgesamt 50 Millionen Euro an Investitionsgeldern bewegen. Drei große Projekte haben wird damit in den kommenden Jahren geplant. Zum einen bekommt das Krankenhaus Neustadt einen neuen zentralen OP mit fünf bis sechs Sälen und angeschlossener Intensivstation. Die Inbetriebnahme dafür ist 2015 geplant. Außerdem kann das Haus R im Krankenhaus Friedrichstadt mit dem Zentrum für Herz-Kreislauf und Gefäße Mitte dieses Jahres übergeben werden. Die zur Fertigstellung benötigten zwei Millionen Euro haben wir jetzt zur Verfügung. Der dritte Punkt ist die Sanierung des Hauses N in Friedrichstadt, in dem das operative Zentrum und nachgelagertes Operieren untergebracht sein werden. Die Fertigstellung ist für den Herbst 2014 geplant.

Was sieht Ihr Zukunftskonzept auf medizinischer Ebene außerdem vor?

Geplant sind bisher vier Zentren, die wir neu etablieren möchten. Das betrifft die Bereiche Muskel-Skelett-System, Nervenerkrankungen, Herz-Kreislauf und Gefäße sowie die Onkologie. Außerdem möchten wir die Neurochirurgie im Krankenhaus Neustadt verankern. Einen entsprechenden Antrag, das in den Krankenhausplan 2014/2015 aufzunehmen, haben wir bereits gestellt.

Wie geht es mit Ihren Plänen voran, auch den IT-Bereich der Häuser zu verbessern?

Da sind wir dran. Beide Häuser verfügen jetzt über ein gemeinsames In-tranet, also ein internes Computernetzwerk, das die Kommunikationswege verkürzt. Eigentlich handelt es sich nur um eine kleine Veränderung, aber die Arbeitserleichterung für die Mitarbeiter ist enorm. Außerdem planen wir, die Internetauftritte zusammenzuführen, aber da wollen wir nichts übers Knie brechen. Zunächst begnügen wir uns damit, die Querverweise auf den vorhandenen Webseiten zu verstärken und die Inhalte gemeinsam zu nutzen.

Wie wird es jetzt in den kommenden Monaten weiter gehen?

Wir haben noch schwere Schritte vor uns. Schließlich sind wir nicht allein auf der Welt, es gibt Gesetze auf Bundesebene, es gibt Wettbewerber und es gibt gegenläufige Interessen der Kostenträger. 2015 ist unser Zieljahr für schwarze Zahlen und dieses Jahr wird natürlich eine Zäsur und das markante Datum. Dann müssen wir umsteigen von der Sanierungsphase zum alltäglichen Management eines Krankenhausbetriebes. Aber mein Eindruck ist: Es geht voran und wir werden das Haus in Ordnung bringen.

Gibt es in Ihrer Planung Kalkulationen, wann das gesamte Defizit abgebaut sein wird?

Nein, denn unsere mittelfristigen Planungen reichen nur bis 2016. Prognosen, die darüber hinaus gehen, wären auch nicht professionell machbar. Wichtig ist, dass wir bis dahin nicht unsere Liquidität verlieren und es nicht weiter nach unten geht.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.03.2013

Grödel, Christin

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