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Dresdner Kinder sind sprachgewandter und geschickter

Dresdner Kinder sind sprachgewandter und geschickter

Die Förderprogramme der Stadt zeigen Wirkung: Die Dresdner Kindergarten-Kinder sind sprachlich gewandter und motorisch geschickter als ihre Altersgenossen anderswo in Sachsen.

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Quelle: DNN-Archiv/D.F.

Der Anteil der Mädchen und Jungen mit Entwicklungsdefiziten stagniert jetzt auf niedrigem Niveau oder ist rückläufig. In einigen Problemvierteln liegen diese Werte jedoch immer noch deutlich über dem Stadt-Schnitt. Das geht aus einem Bericht des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes an den Jugendhilfeausschuss hervor.

Von Heiko Weckbrodt

Die Analyse der kommunalen Mediziner stützt sich auf Langzeituntersuchungen mit Vierjährigen in Dresden. Bei denen ziehen die Eltern immer engagierter mit: Nahmen 2004/05 erst 3188 Kinder an den kostenlosen Sprach-, Bewegungs- und Hörtests in den Kitas teil, waren es in diesem Schuljahr bereits rund 4400.

Bei den Untersuchungen sollen die Kinder kleine Geschichten nacherzählen, etwas zeichnen, kleine Sportübungen absolvieren und dergleichen mehr. Die Untersuchungen erfolgen in den Kitas in einer spielerischen Atmosphäre. Stellen die Medizinerinnen Defizite fest, geben sie Eltern und Erzieherinnen Fördertipps.

Schaut man sich die Ergebnisse an, ist eine klare Entwicklung zu sehen: Der Anteil der Vierjährigen mit Feinmotorik-Defiziten ist seit 2004 von 17 auf elf Prozent gesunken, grobmotorische Entwicklungsstörungen haben nur noch neun statt früher zwölf Prozent der Kinder. Und "nur" noch 28,7 Prozent der Vierjährigen können sich nicht altersgerecht artikulieren - vor acht Jahren betraf dies noch 37 Prozent.

Die neuesten Testergebnisse aus diesem Schuljahr sind zwar noch nicht vollständig ausgezählt. Aber einen Trend hat Dr. Elke Siegert, Leiterin des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes, bereits ausgemacht: Zwar seien keine starken Rückgänge zu erwarten, aber das verbesserte Niveau habe Dresden mindestens halten können.

Vergleicht man die Befunde mit den Resultaten auf Landesebene, schneiden die Dresdner Vierjährigen gut ab: Unterschieden sich Stadt- und Sachsen-Werte vor acht Jahren kaum, liegen die Defizit-Quoten in Dresden nun um ein Viertel bis ein Drittel unter den Landeswerten.

Kita-Eigenbetrieb und Stadtverwaltung führen die positive Entwicklung vor allem auf die Förder-Programme der vergangenen Jahre zurück. Im Zuge solcher Projekte wie "KiNET" oder "Aufwachsen in sozialer Verantwortung" wurden Beratungsstellen für Eltern in Kitas installiert, die Teams um Sozialarbeiter und Förderpädagogen verstärkt, die Zusammenarbeit von Eltern, Erziehern, Jugendamt, Sozialamt und Gesundheitsamt vor Ort verbessert.

"Nach den sehr auffälligen Befunden von 2004 wurde viel getan - und wir haben echte Erfolge erzielt", freute sich Kita-Eigenbetriebs-Chefin Sabine Bibas. "Hier sollten wir mit unseren Förderprogrammen weitermachen", appellierte auch ihre Stellvertreterin Sabine Grohmann an den Jugendhilfe-Ausschuss.

Allerdings: Gerade in den Brennpunktvierteln, in denen solche Projekte bevorzugt angedockt werden, sind Sprach- und Motorik-Probleme vieler Kinder immer noch besorgniserregend weit verbreitet. Diagnostizierten die Mediziner vom Amt zum Beispiel 2010/11 stadtweit bei nur neun Prozent der vierjährigen Kinder Grobmotorik-Defizite, lag diese Quote in Prohlis mehr als doppelt so hoch (20 Prozent). Und von Sprachauffälligkeiten sind stadtweit "nur" 28,7 Prozent der Kita-Kinder betroffen - in Prohlis sind es satte 67,4 Prozent.

In Gorbitz, wo die Sprachförderprogramme schon länger wirken, liegen die Defizite zwar immer noch über dem Stadtschnitt, aber nicht mehr so drastisch wie noch vor acht Jahren. In Prohlis hätten vor allem viele "geringfügige Defizite" zu hohen Quoten geführt, interpretierte Kinderärztin Dr. Ilona Grube - und eben die werden durch Förderprojekte am schnellsten beseitigt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.10.2012

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