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Dresdner Kinder-Uni: 500 Kinder lauschen Vortrag von TU-Professor

Warum fallen Flugzeuge nicht vom Himmel? Dresdner Kinder-Uni: 500 Kinder lauschen Vortrag von TU-Professor

500 Grundschüler haben sich für das Wintersemester der Kinder-Universität eingeschrieben. Am 8. November verfolgten sie im Dresdner Hörsaalzentrum den Vortrag „Warum fallen Flugzeuge nicht vom Himmel?“ von TU-Professor Hartmut Fricke.

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Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. So viel steht fest: Verglichen mit dem Schiff, dem Zug und vor allem dem Auto ist das Flugzeug das sicherste Transportmittel überhaupt. Doch warum fallen Flugzeuge eigentlich nicht vom Himmel? 500 wissbegierige Kinder lauschten am 8. November im TU-Hörsaalzentrum Hartmut Fricke, Professor am Institut für Luftfahrt und Logistik der TU Dresden, der in seinem Vortrag auf diese und noch viel mehr andere Fragen einging. Die Grundschüler besuchen das Wintersemester der Kinder-Universität, die von den DNN präsentiert wird. Seit zwölf Jahren besteht die Veranstaltungsreihe. Sie hält immer vier Vorträge für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren bereit – je zwei an der TU und zwei im Hygiene-Museum. Wer drei Vorträge besucht und sich dort jeweils einen Stempel geholt hat, erhält eine Teilnahmebescheinigung.

Vor mehr als 200 Jahren gelang es den Brüdern Montgolfier zum ersten Mal, erfolgreich einen Heißluftballon in die Lüfte steigen zu lassen. Etwa 100 Jahre später absolvierte Luftfahrtpionier Otto Lilienthal erstmals Gleitflüge mit einem Flugzeug. Seither hat sich viel getan in Sachen Luftfahrt. Heute sind jährlich Millionen Flugzeuge in aller Welt unterwegs. Der TU-Professor hantierte in seinem Vortrag nicht nur mit trockenen Formeln und Einheiten wie Gewicht, Masse und Volumen, sondern hatte auch das Modell eines Airbusses mitgebracht. „Wisst ihr denn, wo unsere Flugzeuge gebaut werden?“, wollte Fricke zunächst wissen. „Genau – in Frankreich und Teile davon auch in Deutschland, England und Spanien.“ Sodann pustete er einen Luftballon auf. Nur wenige Kinder meldeten sich, als der Professor in die Runde fragte, wer denn glaube, dass der Ballon bis an die Decke des Hörsaals schweben könne. Andächtig verfolgten die Grundschüler anschließend, wie ein mit Helium gefüllte blauer Ballon vom Podium aufstieg. Warum? Na, ganz klar. Helium ist leichter als Luft, weil es eine geringere Dichte hat. Das wussten die pfiffigsten Kinder natürlich.

Fricke hatte anschauliche Vergleiche parat: Vier Millionen Luftballons bräuchte man rein theoretisch, um ein 80 Tonnen schweres Flugzeug in die Luft zu bekommen, das dann allerdings nicht lenkbar wäre und nur so schnell fliegen könnte, wie der Wind weht. Und wie schnell kann eigentlich so ein Airbus fliegen? 800 bis 900 Kilometer pro Stunde und damit etwa achtmal so schnell wie ein Auto. Auch das wussten einige Kinder. Weil der Professor schon ein viertel Stündchen überzogen hatte, war am Ende nur noch Zeit für eine einzige Frage aus dem Publikum: „Warum können Flugzeuge überhaupt noch abstürzen?“, wollte ein Mädchen wissen. Kurze Antwort, bevor die Kinder ganz wie richtige Studenten mit den Füßen trampelten: „Na vor allem, weil immer noch ein Mensch im Cockpit sitzt, der Fehler machen kann“, so Professor Fricke.

Von Katrin Richter

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