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Dresdner Kaufhaus Günther: Umbau vor dem Aus

Dresdner Kaufhaus Günther: Umbau vor dem Aus

Was wird aus dem früheren Kaufhaus Günther? Müssen die Großzschachwitzer weiterhin mit dem Schandfleck an der Pirnaer Landstraße leben? Seit 2007 steht das Gebäude leer und eigentlich wollte Heinz Nettekoven, Chef des Projektentwicklers "Florana" aus Weimar, schon längst mit dem Abriss und dem Bau eines zweigeschossigen Geschäfts- und Parkhauses begonnen haben.

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Seit 2007 verfällt das ehemalige Kaufhaus Günther. Der Projektentwickler "Florana" wollte auf dem Grundstück für zehn bis zwölf Millionen Euro einen Neubau mit Läden errichten. Aus diesen Plänen wird womöglich nichts.

Quelle: Carola Fritzsche

Von christoph stephan

Getan hat sich allerdings bis heute nichts. Die Hülle des traditionsreichen Ex-Kaufhauses verfällt zusehends und die Gemengelage wird vor dem erhofften Baustart immer undurchsichtiger.

Denn nach DNN-Informationen hat die TLG Immobilien GmbH mit den Besitzern des Gebäudes - einer Dresdner Erbengemeinschaft - einen Optionsvertrag geschlossen. Und das, obwohl Nettekoven schon im Herbst 2009 den Bau der Einkaufspassage "Forum Großzschachwitz" ankündigte und seitdem zahlreiche Gespräche mit der Stadt führte.

Die TLG ist bereits Eigentümerin des unweit vom Kaufhaus Günther gelegenen Grundstücks Rathener Straße 24, auf dem sich ein Netto-Markt befindet. "Es handelt sich dabei um eine ehemalige DDR-Kaufhalle, die nicht mehr ganz den heutigen Anforderungen an moderne Einkaufsstätten entspricht", sagt TLG-Sprecherin Edith Grether. "Wir haben daher schon vor einiger Zeit Gespräche mit Netto und dem Mutterkonzern Edeka geführt, wie der Standort aufgewertet werden könnte." Offenbar gibt es Überlegungen, die Grundstücke miteinander zu verbinden - obwohl dafür noch ein dazwischen liegendes erworben werden muss - um darauf dann ein großes Geschäfts- und Einkaufszentrum zu bauen.

"Florana"-Chef Heinz Nettekoven hält sich seit einigen Monaten bezüglich seiner Projekte in Dresden ungewohnt bedeckt. Trotz mehrmaligen Nachhakens blieb eine erstmals Ende Januar gestellte DNN-Anfrage an ihn bezüglich der neuen Entwicklungen am alten Kaufhaus Günther unbeantwortet. Überhaupt läuft es für "Florana" in der sächsischen Landeshauptstadt derzeit alles andere als gut: Bei der Friedrichstadt- und der Canaletto-Passage am Straßburger Platz musste das Unternehmen umplanen. Und auf dem Parkplatz an der Rothermundtstraße, wo ursprünglich im Spätherbst 2010 die Zwingli-Passage ihre Türen öffnen sollte, wurde nach wie vor kein Baufahrzeug gesichtet.

Das Kaufhaus Günther, eines der wenigen privaten Kaufhäuser in der DDR, lockte einst Menschen aus ganz Dresden und dem Umland an. Dort gab es begehrte Waren wie Porzellan, Glas, Spielzeug und elektrische Geräte zu kaufen. Die Geschichte des Hauses reicht bis ins Jahr 1902 zurück, als Otto Günther sein Haushaltswarengeschäft eröffnete.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.02.2012

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