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Dresdner Karbonbeton gibt alten Häusern neuen Halt

deutschlandweit gefragt Dresdner Karbonbeton gibt alten Häusern neuen Halt

Gut und gerne 100 Jahre mehr „Lebenszeit“ kann neuartiger Karbonbeton aus Dresden alten Häusern nachträglich verschaffen. Das hat Prof. Manfred Curbach vom Institut für Massivbau der Technischen Universität Dresden eingeschätzt. Das Konzept dahinter ist derzeit auf der „Dresden Concept“-Ausstellung auf dem Dresdner Neumarkt zu sehen.

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Gut und gerne 100 Jahre mehr „Lebenszeit“ kann neuartiger Karbonbeton aus Dresden alten Häusern nachträglich verschaffen.

Quelle: Heiko Weckbrodt

Dresden. Gut und gerne 100 Jahre mehr „Lebenszeit“ kann neuartiger Karbonbeton aus Dresden alten Häusern nachträglich verschaffen. Das hat Prof. Manfred Curbach vom Institut für Massivbau der
Technischen Universität Dresden eingeschätzt. Das Konzept dahinter ist derzeit auf der „Dresden Concept“-Ausstellung auf dem Dresdner Neumarkt zu sehen: Statt überalterte Bürohochhäuser abzureißen oder eben mit dicken Spritzbetonschalen zu überziehen, genügt eine nur ein bis zwei Zentimeter dicke neue Außenhülle aus sehr leichtem kohlefaserverstärkten Beton (C3), um solch einem Gebäude wieder auf Jahrzehnte Halt zu geben.

Die Dresdner hatten dieses neue Verstärkungskonzept gemeinsam mit 140 Partnern vor allem als Alternative zum Stahlbeton entwickelt. Statt schwere Stahlgeflechte einzugießen, werden im C3-Beton Kohlefasern zu Netzen gesponnen und so integriert, dass sie Fertigteilen eine ähnliche Haltbarkeit wie Stahlbeton geben. Dieser Baustoff ist laut TU-Angaben viermal leichter als Stahlbeton und fünfmal tragfähiger. Weil er mit einem statt acht Zentimetern Wanddicke auskomme, könne ein Bauherr 80 Prozent des Materials für die Gebäudehülle sparen.

Galt diese Idee zunächst wegen der hohen Karbon-Produktionskosten und der aufwendigen Faser-Verarbeitung als wenig praxistauglich, sind beide Bewehrungsmethoden inzwischen kostenseitig „auf Augenhöhe“, betonte Prof. Manfred Curbach. „Als Fertigteile haben wir den Karbonbeton inzwischen bei Partnerunternehmen in der Produktion“, sagte er. Eingesetzt werde der neue Baustoff vor allem für Geschäftshäuser, aber auch bei der Sanierung und Befestigung alter Brücken. Jüngstes Beispiel sei die Brücke in der oberfränkischen Stadt Naila, die mit dem Dresdner Kohlefaserbeton befestigt werde.

Von DNN

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