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Dresdner Jugendforscher überzeugt mit Miniatur-Helfern für Herzschrittmacher

Zur Verbesserung der Lebensqualität Dresdner Jugendforscher überzeugt mit Miniatur-Helfern für Herzschrittmacher

Bei der 51. Auflage des Nachwuchswettbewerbs „Jugend forscht“ tüftelten zahlreiche Schüler deutschlandweit abermals an Innovationen, die das Leben verbessern. Der 19-jährige Alexey Antsipkin forschte an dünnen Polymerfolien, die Batterien in medizinischen Implantaten ersetzen und damit die Behandlung optimieren können. Damit überzeugte er die Jury neben sechs anderen Dresdnern und tritt nun beim Landeswettbewerb mit seiner Arbeit für die Landeshauptstadt an.

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Der 19-jährige Alexey Antspikin, Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums, forschte an hacuhdünnen Polymerfolie, die elektrische Energie für medizinische Implantate erzeugen können.

Quelle: Foto: D. Flechtner

Dresden. Sie sind noch jung und versuchen doch, die Welt mit ihrer Neugier und ihren Experimenten ein wenig zu verbessern. Bei der 51. Auflage des Nachwuchswettbewerbs „Jugend forscht“ tüftelten zahlreiche Schüler abermals an Innovationen, die das Leben verbessern. Beim Regionalwettbewerb Ostsachsen gingen 43 Teilnehmer mit 38 Projekten an den Start – so viele wie noch nie. Insgesamt sieben Dresdner konnten sich nun für den Landeswettbewerb qualifizieren. Der 19-jährige Alexey Antsipkin forschte an dünnen Polymerfolien, die Batterien in medizinischen Implantaten ersetzen und damit die Behandlung optimieren können.

Sie sind hauchdünn und sehr biegsam. Zwischen zwei Fingern sind sie kaum sichtbar und doch könnten sie vielleicht eine neue Ära von Implantaten einläuten. „Ich arbeite mit dünnen Polymerfolien, die bei Bewegung elektrische Energie gewinnen können“, erzählt Alexey Antsipkin. Über ein Jahr erforschte er nun das Verhalten der kleinen Plättchen im Körper. Seine Idee – gemeinsam mit einem medizinischen Implantat wie einem Herzschrittmacher könnten die Folien während der Operation an bestimmte Stellen im Körper angebracht werden. „Die Plättchen können dann im Körper durch Muskelbewegung, Blutfluss oder einfach nur durch Atmen elektrische Energie gewinnen“, so der 19-jährige Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums. Durch einen dünnen Draht mit dem Implantat verbunden, könnten die Folien so genügend Strom erzeugen, um dieses am Laufen zu halten.

Die anderen Dresdner Gewinner

Hans-Erlwein-Gymnasium:

Elias Gürlich und Bilal Mahmoud : „file_allocator in Zusammenarbeit mit ENTIRETEC AG“

Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium:

Felix Römisch : „Die Immobilisierung von Grünalgen in einer Alginat/SiO2-Matrix für die Anwendung als Biosensor“


Baibhab
Ray : „Untersuchungen zum Druckabfall und zur Strömungsentwicklung in Mikrokanälen“

Sven Jandura : „Analyse der Restfehlerwahrscheinlichkeiten zweier Decodierer von linearen Blockcodes“

 

Technische Universität:

Felix Mende : „Chemie die klammert – Was die Umwelt nicht will“

Medizinische Implantate benötigen elektrische Energie, teilweise von außen. Das ist sehr unangenehm für die Patienten, da sie oft mit einem Gerät verdrahtet sind. „Mit den hauchdünnen Plättchen hätten die Patienten verbesserte Lebensbedingungen“, so Alexey. Mit der Mikroelektronik wird die eigene Kraft des Körpers genutzt, um Strom herzustellen. Je nach Energiebedarf des Implantates müsste man laut dem Jungforscher mehrere der Polymerfolien, die eingekapselt werden, implantieren. Da sie jedoch so hauchdünn sind, merkt der Patient davon nichts. Außerdem entfallen Operationen zum Batteriewechsel, denn die Folien können das Implantat vermutlich mehr als zehn Jahre mit Strom versorgen.

Der gebürtige Weißrusse forscht bereits seit vier Jahren mit den beweglichen Folien. „Diese kleinen Helfer haben mich schon immer fasziniert“, erzählt er. Bereits im vergangenen Jahr nahm er am Wettbewerb „Jugend forscht“ teil. Dort stellte er ein Tablet-Computer-Konzept vor, der sich durch Biegen des Bildschirms selbst auflädt. Dasselbe Prinzip also wie bei den Implantaten. „In diesem Jahr wollte ich die Plättchen gern auf die Medizin anwenden“, erzählt er. Mit zahlreichen Experimenten erforschte er eventuelle Störfaktoren der Miniatur-Energiequellen.

Vom 7. bis 9. April tritt er nun neben den anderen Gewinnern beim Landeswettbewerb, der in Chemnitz ausgetragen wird, mit seinem Projekt an. Zwischen dem Abitur-Stress mitten in den Prüfungen ist das kein Leichtes. „Ich sehe den Wettbewerb als große Chance und wollte unbedingt wieder daran teilnehmen“, erzählt Alexey. Nach seinem Abitur will er ein Studium zur Elektrotechnik beginnen, um weiter an den Polymerfolien zu forschen.

Von Juliane Just

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