Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -7 ° Regen

Navigation:
Google+
Dresdner Initiative Christen für Europa ist für den Deutschen Engagementpreis nominiert

Dresdner Initiative Christen für Europa ist für den Deutschen Engagementpreis nominiert

Mal was anderes machen, eine fremde Kultur und Sprache kennenlernen und mit neuen Leuten ins Gespräch kommen - meistens sind es solche Beweggründe, die junge Menschen anführen, wenn sie nach Schule und Abitur erst einmal für einige Zeit ins Ausland gehen wollen, bevor sie der theoretische Uni-Trott wieder einfängt.

Voriger Artikel
Stromausfall legt kurzzeitig Hauptbahnhof und Teile der Südvorstadt lahm
Nächster Artikel
THW Dresden feiert 20-jähriges Jubiläum - 12.000 Besucher auf "Blauem Altmarkt"

Die Mitarbeiter der Initiative Christen für Europa halten Teile eines Europa-Puzzles. Welches Land verbirgt sich hinter dem grünen Teil?

Quelle: Dietrich Flechtner

Es sind junge Erwachsene wie Anne Wagner, die das Abenteuer durchaus auch mit etwas "Sinnvollem" verbinden möchten.

Anne Wagner lebt derzeit in den Niederlanden, seit September arbeitet sie im Rahmen des Internationalen Jugendfreiwilligendienstes auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Ysselsteyn. In der dort angesiedelten Jugendbegegnungsstätte für niederländische und deutsche Schulgruppen leitet die 18-jährige Dresdnerin Klassenführungen, gestaltet kreative Projekte und steht den Schülern als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

"Ich denke, dass es jetzt gerade die richtige Zeit ist, um diese Erfahrungen zu machen", sagt Anne Wagner. "Wie oft werde ich denn noch die Möglichkeit haben zu sagen: Ich bin dann mal für ein Jahr weg?"

Zu verdanken hat sie ihre Stelle der Initiative Christen für Europa (ICE). Der Verein mit Sitz in Dresden versteht sich als Brückenbauer zwischen den europäischen Kulturen. Und so vermittelt die ICE nicht nur junge Erwachsenen aus Deutschland an gemeinnützige Einrichtungen und Projekte in ganz Europa, sondern lädt auch Freiwillige aus dem europäischen Ausland nach Deutschland ein. Insgesamt 128 Teilnehmer zwischen 18 und 30 Jahren sind in diesem Jahr für die Organisation im Dienst, etwa die Hälfte davon sind Ausländer in Deutschland.

Auch in Dresden kommen sie zum Einsatz, etwa in der Behinderteneinrichtung "Lebenshilfe" oder im Sächsischen Epilepsiezentrum Radeberg. Oder auch bei der ICE selber, wie Zsófia Barla aus Rumänien. Die 23-Jährige unterstützt die zehn Mitarbeiter im hoch über der Elbe gelegenen Seminarhaus, dem Hans-und-Sophie-Scholl-Haus in Pappritz.

Rund 60 Betten hat das Gebäude, und immer mal wieder kommen hier für einige Tage gemischte Freiwilligengruppen aus verschiedenen Nationen zusammen, um mehr über die Kultur in ihren jeweiligen Einsatzländern zu erfahren. Dabei tauschen sie sich aus, reflektieren gemeinsam und unternehmen Exkursionen.

"Ich bereite die Seminarräume vor und helfe überall dort, wo man mich gerade braucht", sagt Zsófia Barla in flüssigem Deutsch. In Rumänien hat sie bereits Tourismus studiert, sie ist überzeugt, dass ihr der Freiwilligendienst im späteren Leben viel bringen wird, auch als Orientierungshilfe.

Ihren Ursprung hat die ICE im Jahr 1951. Damals begann der Jesuitenpater Theobald Rieth gemeinsam mit Jugendlichen aus dreizehn Nationen, vergessene Soldatenfriedhöfe wieder instand zu setzen. Rieth, der selber die russische Kriegsgefangenschaft erlebte, war überzeugt, dass über die Gräber eine Versöhnung der Länder stattfinden könnte. 1965 gründete sich der Verein, nach der Wende entstand 1991 der aktuelle Name "Initiative Christen für Europa".

Seit 2010 findet die internationale Freiwilligenarbeit unter dem Namen "Brücken der Menschlichkeit" statt. Über 6000 junge Erwachsene lernten auf diesem Weg bereits neue Kulturen und Menschen kennen - sie profitierten von den jahrzehntelangen Kontakten der ICE zu Organisationen aus der Kinder- und Jugendarbeit, Behindertenbetreuung, Altenpflege und Obdachlosenarbeit.

Nun wurde die ICE als eine von 15 herausragend engagierten Organisationen und Personen für den Publikumspreis des Deutschen Engagementpreises 2013 nominiert. Wer den Dresdner Verein und seine europaweite Arbeit mit jungen Erwachsenen unterstützen möchte, kann für die ICE im Internet noch bis zum 1. November seine Stimme abgeben. Im Falle eines Gewinns winkt der Initiative eine Prämie von 10 000 Euro.

@weitere Infos und Abstimmung zum Deutschen Engagementpreis im Internet unter www.deutscher-engagementpreis.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.10.2013

Philipp Nowotny

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.