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Dresdner Informatik-Studentin geehrt

Dresdner Informatik-Studentin geehrt

Fanny Dittmar darf man getrost als Exot bezeichnen. Die 29-Jährige hat mit ihrem Informatikstudium an der TU Dresden nicht nur eine glasklare Männerdomäne betreten, sondern sich auch noch von Semester zu Semester erfolgreich durchgefuchst und im vergangenen Jahr mit einem sehr guten Durchschnitt von 1,3 abgeschlossen.

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Fanny Dittmar hat in Dresden Informatik studiert und mit einem super Durchschnitt von 1,3 abgeschlossen. Gestern wurde sie dafür ausgezeichnet.

Quelle: Dietrich Flechtner

Von christoph stephan

Als sie 2006 ihr Studium begann, waren unter den insgesamt circa 200 Studenten genau fünf Frauen. "Der weibliche Anteil sank mit den Jahren immer mehr", erzählt Dittmar. "Ich glaube, außer mir hat nur eine Frau ihr Studium mit einem Diplom abgeschlossen."

Dass die Informatik mit ihren Programmiersprachen und Logikketten bei der Damenwelt nur wenig Anklang findet, überrascht grundsätzlich nicht. Fanny Dittmar findet es trotzdem schade, dass ihr Studiengang als so trocken und kompliziert gilt. "Ich hatte mit den vielen Männern in meinen Kursen und Vorlesungen kein Problem, wir kamen alle gut miteinander aus. Aber mehr Frauenpower würde natürlich nicht schaden", sagt sie.

Genau dieser Ansicht sind auch die Chefs der in Dresden ansässigen Saxonia Systems AG, die Fanny Dittmar gestern im Rahmen der Informatik-Projektschau "Output" mit dem zweiten "Saxonia Special Woman Award" auszeichneten. "Wir wollen Frauen eine Karriere in unserer Branche erleichtern. Beruf und Familie kann man dank moderner Internet-Technologien immer besser unter einen Hut bringen", sagt Saxonia-Vorstand Andreas Mönch.

Fanny Dittmar interessiert sich schon seit ihrer Schulzeit für Mathematik und informatische Prozesse. Nach dem Abitur entschied sie sich deshalb für eine dreijährige Ausbildung zur Fachinformatikerin für Systemintegration. Um mehr praktische Erfahrungen zu sammeln, arbeitete die 29-Jährige danach in einem IT-Unternehmen. Angesteckt von ihren Geschwistern, die von dem Flair in Dresden schwärmten, bewarb sie sich hier schließlich für einen Studienplatz. "Ich habe Informatik auch deshalb gewählt, weil ich gern selbst entscheiden wollte, wo ich später mal arbeiten werde", betont Dittmar. "Informatiker werden einfach überall gebraucht und sind nicht an Produktionsstandorte wie die Autoindustrie gebunden. Der Arbeitsmarkt ist entsprechend groß."

Bis jetzt hat die Brandenburgerin damit Recht behalten. Gleich nach Abschluss des Studiums bekam sie eine Stelle bei der Dresdner Trace Tronic GmbH. Bei den Chefs Eindruck gemacht haben dürfte auch Fanny Dittmars Diplomarbeit, für die sie eine glatte 1,0 erhielt. Darin beschäftigte sie sich mit der Frage, wie man Rechenzeiten, Kosten und Datenvolumen optimieren kann, wenn man Prozesse sinnvoll auf verschiedene Rechner verteilt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.07.2012

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