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Dresdner Industrienacht zog über 1000 Besucher an

Chipkarten, Softwareschmieden, Kolbenringe Dresdner Industrienacht zog über 1000 Besucher an

Zwei Dutzend Elektronikfabriken, Software-Schmieden und andere Unternehmen in und um Dresden haben am Donnerstag ihre Werktore für die „5. Lange Nacht der Industrie“ geöffnet – und über 1000 Neugierige folgten bei hochsommerlichen Abendtemperaturen jenseits der 30 Grad dieser Einladung.

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Lange Nacht der Industrie bei Federal Mogul; Foto Anja Schneider Lange Nacht der Industrie

Dresden. Zwei Dutzend Elektronikfabriken, Software-Schmieden und andere Unternehmen in und um Dresden haben am Donnerstag ihre Werktore für die „5. Lange Nacht der Industrie“ geöffnet – und über 1000 Neugierige folgten bei hochsommerlichen Abendtemperaturen jenseits der 30 Grad dieser Einladung. Sie informierten sich über Karriere- und Ausbildungs-Chancen in Dresdner Betrieben und erlebten hautnah, wie Hochtechnologie entsteht.

„Die Industrie in und um Dresden ist weitaus abwechslungsreicher und spannender, als es sich die meisten Besucher vorstellen konnten“, meinte Personal-Bürgermeister Peter Lames (SPD) zum Auftakt auf dem Theaterplatz. „Die große Nachfrage nach den raren Plätzen zeigt das ungebrochene Interesse, hinter die Kulissen der regionalen Betriebe schauen zu wollen“, ergänzte Präsident Günter Bruntsch von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden, die die Industrienacht bereits zum fünften Mal gemeinsam mit der Stadt Dresden und der Agentur „prima events“ ausrichtet. „Für die Unternehmen gibt es kaum eine bessere Chance, sich den Dresdnern, vielleicht aber auch ihren Azubis und Mitarbeitern von morgen, als attraktive Arbeitgeber zu präsentieren.“

Gewachsen ist über die Jahre nicht nur die Besucherresonanz auf die Industrienacht, sondern auch der Kreis der Betriebe, die mitmachen. Ein Teil der 13 Touren führte diesmal bis nach Riesa, Radeberg und Schmiedeberg.

Die Fachleute vom Maschinenbau-Unternehmen „Federal-Mogul“ im Dresdner Norden zeigten den wissbegierigen Gästen beispielsweise, wie ultrapräzise Kolbenringe gestanzt, gebohrt und immer wieder poliert werden müssen, damit diese kleinen, aber wichtigen Motorteile ein ganzes Lkw-Leben lang halten – etwa eine Million Fahrkilometer weit also. Beim Chipkarten-Entwickler Plasticard-ZFT in Dresden-Löbtau konnten die Besucher schon mal in die Zukunft schauen und sehen, welche raffinierten Funktionen die digitalen Kundenkarten von Morgen haben sollen – die DNN werden darüber noch ausführlicher berichten.

Und bei den Industrienacht-Flaneuren kam dies gut an: „Sehr interessant“ fand Peter Schobert die Tour zur Kolbenring-Fabrik und zu Plasticard. „Meine Frau und ich, wir sind Mathe- und Physik-Lehrer. Wir wollen vielleicht etwas von dem, was wir heute besichtigen, in den Unterricht einbauen.“ Andere wie Tilman Neubert stießen auf Rat von Freunden dazu. „Einer aus meiner Fußballmannschaft hat erzählt, wie interessant die Industrienächte sind“, sagte er. „Und für mich als Wirtschaftsingenieur-Student lohnt sich das sicher mal anzugucken.“ Persönliche Motive für die industrielle Stippvisite hatten die Blankenhagens: „Wir wollen mal die Firma kennenlernen, in der unser Sohn arbeitet – und sehen ob er überhaupt arbeitet“, sagte mit einem Augenzwinkern Günter Blankenhagen. „Vieles von dem, was er uns erzählt, kann man sich ja theoretisch nur schwer vorstellen“, ergänzte Gattin Roswitha.

Von Heiko Weckbrodt

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