Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -7 ° Regen

Navigation:
Google+
Dresdner Hilfsorganisation Arche Nova hilft auf Philippinen und benötigt Spenden

Dresdner Hilfsorganisation Arche Nova hilft auf Philippinen und benötigt Spenden

„Es sah aus als wäre eine Atombombe niedergegangen und die Druckwelle hätte alles niedergerissen“, sagt Sven Seifert über das Katastrophengebiet auf den Philippinen.

Voriger Artikel
Staatsanwaltschaft ermittelt wegen sexuellen Missbrauchs - Vorwürfe gegen Nachwuchstrainer beim Dresdner SC und Borea
Nächster Artikel
Mit Lichter-Engel, Bergmann und Kurrende - Der 579. Dresdner Striezelmarkt wurde eröffnet
Quelle: PR

Der Chef der Dresdner Hilfsorganisation Arche Nova hat schon viele Gegenden gesehen, die von Naturgewalten zerstört wurden. Was der Taifun Hayan auf Teilen der Philippinen angerichtet hat, war selbst ihm neu. Zehn Tage verbrachte Seifert in dem südostasiatischen Inselland, berichtete zurück in Dresden am Mittwoch von seinen Eindrücken und der Lage vor Ort. Die ist bedrückend, weil die Zerstörungen ungeahnte Ausmaße haben. „Das sind große Gebäude, Kirchen und Schulen einfach eingestürzt“, berichtet Seifert.

php4b530ba8d4201311271738.jpg

Arche Nova hilft auf den Philippinen

Zur Bildergalerie

 „100 bis 200 Meter von der Küste sieht man große Frachtschiffe, die mitten im Palmenhain gelandet sind.“ Positiv sei dagegen die Hilfsbereitschaft der Philippiner untereinander. Aus den unversehrten Landesteilen treffen täglich Hilfslieferungen in den Katastrophengebieten ein, ausländische Hilfe sei dennoch sehr willkommen. Die Arche Nova konzentriert sich dabei auf die Insel Samar. Dort arbeitet die auf Wasserversorgung und sanitäre Notlösungen spezialisierte Organisation in der Gemeinde Hernani an der Wiederinstandsetzung einer Wasserleitung, die rund 10.000 Menschen versorgt. Auch in Dorf Marabut wird eine Wasserleitung repariert. Anders als in Hernani, wo es um eine 1,5 bis zwei Kilometer lange Leitung geht, genügen dort Rohre über 30 Metern Länge. Da lasse sich mit relativ wenig viel tun, meint Seifert.

Neben der Akuthilfe, also der schnellen Versorgung mit den Nötigsten, gehe es künftig vor allem um den Wiederaufbau. Die Regierung will in wenigen Wochen wieder alle Schulen eröffnen, weshalb die Arche Nova in der raschen Instandsetzung der Gebäude eine wichtige Aufgabe sieht. Außerdem müsse einiges für die sanitäre Situation getan werden, sagt Seifert. In Tacloban verteilen seine Mitarbeiter Beutel in den Notunterkünften, in denen die Evakuierten ihre Notdurft verrichten können. Anschließend werden die Beutel vergraben, was Seuchen vorbeugen soll. „Es treten schon erste Fälle von Diarrhö auf“, sagt Seifert, der auch durch Abtritte für Nottoiletten die Krankheitsgefahr eindämmen will.

Derzeit sind noch drei Mitarbeiter der Arche auf den Philippinen. Sie sollen neben der Hilfsarbeit Kontakte zu lokalen Hilfsorganisationen knüpfen, um mittelfristige Projekte anzuschieben. Für diese werden allerdings Spendengelder benötigt. Bisher sind rund 130.000 Euro auf dem Konto der Arche Nova eingegangen. Weitere 130.000 Euro kommen von der Dachorganisation Aktion Deutschland Hilft. Für eine reguläre Entwicklungsarbeit sei das zuwenig, sagt Seifert. Dabei benötigen die Menschen in der traditionell armen Region Ost-Samar vermutlich noch zehn bis 15 Jahre Unterstützung. So lange dauert es, bis die vom Taifun zerstörten Kokosplantagen wieder bewirtschaftet werden können.

Spendenkonto der Arche Nova: 35 73 500 bei der Bank für Sozialwirtschaft, BLZ: 850 205 00, Stichwort Taifun Hayan

Uwe Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.