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Dresdner Hilfsorganisation Arche Nova bilanziert 2014 als Katastrophenjahr

Dresdner Hilfsorganisation Arche Nova bilanziert 2014 als Katastrophenjahr

Die Dresdner Hilfsorganisation Arche Nova sieht sich zunehmend mit Kriegen und Krisen konfrontiert. „Wir müssen immer öfter dort Hilfe leisten, wo Menschen in Folge gewalttätiger Konflikte in Not geraten“, erklärte Geschäftsführer Sven Seifert am Dienstag.

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Quelle: Arche Nova

„2014 war ein Katastrophenjahr mit einem traurigen Rekord: Noch nie zuvor seit dem Zweiten Weltkrieg waren so viele Menschen auf der Flucht oder wurden zu Binnenflüchtlingen im eigenen Land - und das alles ohne ein einziges großes Erdbeben oder einen verheerenden Taifun.“

Im Zuge dieser Krisen habe man das Engagement in der humanitären Hilfe deutlich verstärkt. 2014 unterstützte die Hilfsorganisationen nach eigenen Angaben 538 000 Menschen, die als Binnenflüchtlinge oder ortsansässige Bevölkerung in Konfliktherden ihrer Heimatländer gefangen waren. Das größte Engagement dieser Art fand in Syrien statt. Trotz extrem schwieriger Sicherheitslage habe Arche Nova in den nicht von der Regierung kontrollierten Gebieten rund 37 000 Menschen täglich mit Brot versorgen und 42 000 Lebensmittelpakete an Familien verteilen können. In Syrien unterstützte man zudem provisorische Schulen und reparierte beschädigte Brunnen.

Im Nordirak versorge man derzeit rund 20 000 Flüchtlinge mit Wasser, hieß es. Trotz der zunehmenden Förderung durch staatliche Stellen und der eingehenden Spenden stehe Arche Nova vor der Herausforderung, Prioritäten setzen zu müssen. „Wir können längst nicht überall da aktiv werden, wo Menschen in Not sind und wir einen guten Hilfsansatz hätten. Jede Entscheidung fällt schwer und treibt uns um“, betonte Seifert. Das gelte beispielsweise für die Flüchtlinge, die in Griechenland Zuflucht gesucht hätten.

Jeder Einsatz werde sorgfältig abgewogen. Noch in dieser Woche beginne eine Erkundung im Überflutungsgebiet in Myanmar: „Wir planen ein Nothilfeprojekt im Bereich Wasser und Sanitär.“ „2014 ist das Thema Flucht und Migration aber auch bei uns in Deutschland angekommen. Die Flüchtlinge sind nicht mehr nur Bilder aus dem Fernsehen oder Zahlen in Statistiken - nein, sie stehen nun vor Einrichtungen in Dresden, Chemnitz, Meißen oder Freital“, sagte der Geschäftsführer. Deshalb übernehme man auch in Sachsen Verantwortung.

Der Verein „Arche Nova - Initiative für Menschen in Not“ ist eine Organisation, die sich auf Wasser- und Sanitärversorgung sowie Hygieneaufklärung spezialisiert hat. 2014 waren Helfer in 13 Ländern im Einsatz. Die Organisation hat etwa 100 Mitarbeiter weltweit.

dpa

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