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Dresdner Hauptbahnhof wird "Ihr Einkaufsbahnhof"

Dresdner Hauptbahnhof wird "Ihr Einkaufsbahnhof"

Abschiedsschmerz und Ankunftsfreude vermittelten Bahnhöfe zu jeder Zeit. Sie sind Tor zur Welt und Eingang zur Heimat. Auch heute müssen sie mehr sein als schnöde Haltepunkte, obwohl die "Kathedralen des Verkehrs" längst nicht mehr die Rolle spielen, die sie von 100 Jahren und mehr innehatten.

Von Christoph Springer

Zwei solche "Kathedralen" stehen in Dresden, der Hauptbahnhof und der Bahnhof Dresden-Neustadt.

Vor allem der Hauptbahnhof ist weit über Dresden hinaus bekannt, schließlich ist er ein Architektur-Highlight, wenn auch derzeit mit kaputtem Teflondach. Noch berühmter ist der Leipziger Hauptbahnhof. Sein Ruf als Einkaufszentrum macht die Bahn stolz. Auch der Dresdner Hauptbahnhof soll ein gefragtes Einkaufszentrum werden. Für die entsprechenden Bauarbeiten hat die Bahn am 15. Juni des vergangenen Jahres den Startschuss gegeben. 25 Millionen Euro sollen dafür in den Bahnhof investiert werden, kündigte das Unternehmen damals an. Dafür sollen ab Frühjahr dieses Jahres 40 Geschäfte mit insgesamt 11 000 Quadratmetern Ladenfläche entstehen. Zum Vergleich: Die Altmarkt-Galerie hat auf der vierfachen Verkaufsfläche 200 Geschäfte und Restaurants.

Die Bauarbeiten wurden mittlerweile gestartet. "Erste Arbeiten wurden bereits Ende des vergangenen Jahres begonnen", teilte Bahn-Sprecherin Änne Kliem mit. Derzeit werden im Keller der Nordhalle, also auf der Innenstadt-Seite des Bahnhofs, alte Mauern abgerissen und andere Mauern stabilisiert. Der Ausbau für die Geschäfte in der Südhalle soll im Mai beginnen, in der Nordhalle im September.

Das Konzept hinter diesem Bauprojekt trage den Titel "Ihr Einkaufsbahnhof", sagte Kliem. Die Nachfrage potenzieller Mieter sei "sehr groß", so die Bahnsprecherin, "zahlreiche Mietverträge wurden bereits unterzeichnet". Demnach hat sich nicht viel verändert seit Juni 2011. Etwa 85 Prozent der 11 000 Quadratmeter Ladenfläche seien vergeben, sagte damals Janusch Plewnia, der im Projektbüro des Hauptbahnhofs für die Vermietung dieser Flächen zuständig ist. 2014 sollen alle Arbeiten abgeschlossen und die Läden vermietet sein. Unterdessen liegen zwei weitere Bahnprojekte im Stadtzentrum im Dornröschenschlaf. Der Durchgang im Keller des Hauptbahnhofs zur Tiefgarage Wiener Platz wird wohl nicht bis 2014 fertig. Dazu sei ein Vertrag mit dem Eigentümer der Tiefgarage nötig, sagte Kliem. "Eine solche Einigung konnte bisher nicht erzielt werden." Immerhin stellt sie in Aussicht, dass der Königspavillon ab Frühjahr 2014 als Eingang zum Bahnhof genutzt werden kann. Auch wenn der von der Stadt avisierte Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB), der in Nachbarschaft entstehen soll, dann immer noch nur auf dem Papier existiert.

Im Dornröschenschlaf liegt auch der Bahnhof Mitte. "Ein erstes Vermarktungskonzept liegt vor", teilt Kliem mit. Derzeit würden aber "alle Aktivitäten zur Vermarktung in Dresden Hauptbahnhof gebündelt". Erst danach, also nach 2014, soll es in Mitte weitergehen. Außerdem will die Bahn vor weiteren Schritten sehen, was in der Nachbarschaft des Haltepunkts nahe der Schweriner Straße passiert. Im Klartext: Wirklich interessant sind werden die Läden im Bahnhof Mitte für Mieter wohl erst, wenn das Kraftwerk Mitte Theaterstandort ist.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.03.2012

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