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Dresdner Händler wehren sich gegen Tourismusabgabe

Dresdner Händler wehren sich gegen Tourismusabgabe

Dresdens Einzelhändler haben noch einmal ihr „Nein" zur von Bürgermeister Dirk Hilbert (FDP) angedachten Tourismusabgabe an die Stadt bekräftigt. Sowohl der Handelsverband als auch das City Management trugen am Donnerstag noch einmal ihre Argumente vor.

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Dresdens Händler wehren sich gegen die geplante Tourismusabgabe.

Quelle: Madeleine Arndt

Der wichtigste Standpunkt: Der Einzelhandel gehöre nicht zur eigentlichen Tourismusbranche. Denn während Hotels nahezu ausschließlich von Touristen leben und Gastronomiebetriebe noch zu guten Teilen, erwirtschafte der Einzelhandel 80 Prozent seiner Erträge dank der einheimischen Bevölkerung. Touristen seien in diesem Segment lediglich eine Randzielgruppe.

Zudem stellt das City Management die eigenen Marketing-Bemühungen heraus. So hätten die „Russischen Weihnachten" des Einzelhandels viele Touristen in die Stadt gelockt. „Die Finanzierung für Marketing und Werbung auf allen Kanälen werden ausschließlich durch Eigenmittel des Einzelhandels finanziert. Bei zahlreichen attraktiven Events leistet der Dresdner Einzelhandel freiwillig, ehrenamtlich durch private Organisation und Finanzierung einen wesentlichen Beitrag zur Attraktivitätssteigerung von Dresden", so der Handelsverband. Die Händler seien zudem durch Gewerbesteuern, Miete und Pacht bereits stark belastet.

Sollte die Tourismusabgabe tatsächlich kommen, fordert das City Management eine ausreichende Gewichtung zwischen den Branchen. Außerdem müsse die Stadt ein schlüssiges Konzept über die Verwendung der Mittel vorweisen und letztlich die korrekte Verwendung nachweisen. Nicht zuletzt solle die Kommune dann auch die von den Händlern initiierten Projekte teilweise mittragen.

Die Stadt Dresden und die Tourismusbranche ringen seit Jahren um einen Beitrag der Wirtschaft zur besseren Vermarktung der Stadt und der Förderung der Dresdner Kultur. Da dies auf freiwilliger bislang nicht klappt, fordert Wirtschaftsbürgermeister Hilbert nun eine gesetzliche Abgabe. Nachdem zunächst eine Bettensteuer im Gespräch war, wird nun eine allgemeine Abgabe vorbereitet. Eine Studie zum „Wirtschaftsfaktor Tourismus" soll klären, welche Branchen wie stark von den Besuchern der Landeshauptstadt profitieren.

sl

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