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Dresdner Grundstücksmarkt stabil - Linke beklagen steigende Mietpreise

Dresdner Grundstücksmarkt stabil - Linke beklagen steigende Mietpreise

Die Bevölkerung in Dresden wächst und es gibt immer mehr Haushalte: Viele Menschen aus dem Umland wollen in die Landeshauptstadt ziehen, die Dresdner bekommen seit Jahren mehr Kinder als der Bundesdurchschnitt und zahlreiche Studenten strömen in die Stadt.

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Die Linke-Fraktion in Dresden fordert einen Abrissstop für Wohnungen der Gagfah. (Archivbild)

Quelle: Dietrich Flechtner

Nach Angaben der Technischen Universität Dresden haben im vergangenen Jahr 8.389 „Erstis" ihr Studium an der TU aufgenommen - das sind 275 Studienanfänger mehr als im Jahre 2009. Für 2011 wird ein noch größerer Andrang erwartet. Die Tendenz ist steigend und dieser Trend zeigt: Dresden wächst und wächst. Die Kehrseite der Medaille: Der Wohnraum wird zunehmend knapp. Immer mehr Wohnungen werden nachgefragt, während die Wohnmöglichkeiten seit 1999 kontinuierlich abnehmen. Auf diese Entwicklung macht Linke-Stadträtin Kris Kaufmann mithilfe von Zahlen der Verwaltung aufmerksam.

Dass eine hohe Nachfrage aber nicht unbedingt das Preisniveau tangiert, zeigt der Halbjahresbericht zum Dresdner Grundstücksmarkt. Alle Marktsegmente zeigen ein insgesamt stabiles Preisniveau. Lediglich in guten, zentralen Lagen stiegen die Preise leicht, wie der Gutachterausschuss zur Ermittlung von Grundstückswerten in seinem Bericht für das erste Halbjahr 2011 feststellt.

Rund 2.500 Grundstücksverkäufe habe es in den ersten sechs Monaten gegeben - das sind rund fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Während die Verkaufszahlen bei unbebautem Land unverändert blieben, verringerte sich die Anzahl bei bebauten Grundstücken um 14 Prozent, so die Gutachter. Frei stehende Einfamilienhäuser dominieren laut Ausschuss den Markt. Knapp ein Drittel aller erworbenen Bauplätze lagen in Dresdner Randgebieten wie Nickern und Weißig. Beim Kauf von  Eigentumswohnungen konnte der Ausschuss keine grundlegenden Veränderungen im Preisniveau feststellen.

Etwas anderes zeichnet sich bei der Mietpreisentwicklung ab. „Bei Neuvermietungen liegt der Preis oft mehr als drei Euro über dem Mietspiegel", erläutert Kaufmann. Besonders betroffen sind nach ihren Angaben Single- und einkommensschwache Haushalte. Die Stadt hat nach dem Komplettverkauf der Woba kein eigenes Wohneigentum mehr, kann im Moment nicht adäquat handeln. „Die vertraglich vereinbarten Gagfah-Belegungsrechte sind ausgeschöpft", so die Stadträtin weiter.

„Sowohl das Bevölkerungs- als auch das Haushaltswachstum sind prognostisch mindestens bis 2020 gegeben", sagt Kaufmann. Vor diesem Hintergrund fordert ihre Fraktion einen Abrissstopp für Wohnungen der Gagfah. Exakt 1396 Wohnungen seien leerstehend, teils zwangsgeräumt und warten auf staatlich geförderten Abriss. Am Donnerstag entscheidet der Stadtrat über den Antrag. Die Stadt soll mit der Gagfah verhandeln, damit der Abriss eingestellt wird. Die Linke fordert weiterhin ein städtisches Konzept, wie zusammen mit der Wohnungswirtschaft preiswertes Wohnen in Dresden gesichert werden kann.

rare/lbo

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