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Dresdner Frauenkirche erwartet mehr als 300 Jugendliche aus aller Welt zur Friedensakademie

Dresdner Frauenkirche erwartet mehr als 300 Jugendliche aus aller Welt zur Friedensakademie

Zwischen Utøya und Israel: Zur zweiten EVA Peace Academy treffen sich zu Pfingsten in Dresden Friedensstifter zwischen Küchentisch und Krisenherd. „Leitgedanke ist das Thema Versöhnung“, sagte Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt, der einer der Stiftungs- Geschäftsführer ist.

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Mehr als 300 Jugendliche aus der ganzen Welt werden über Pfingsten zur Friedensakademie an der Frauenkirche in Dresden erwartet.

Quelle: dpa

Kamen die Teilnehmer bei der Premiere 2010 aus Europa, sollen sich nun erstmals junge Leute aller Kontinente über Erfahrungen, Überzeugungen und Friedensbestrebungen austauschen.

Die Veranstalter erwarten mehr als 300 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 28 Jahren, jeder dritte davon aus dem Ausland. „Von Papua Neuguinea bis Nicaragua, von Estland bis Tansania reichen die Anmeldungen“, sagte Feydt. In Workshops und Foren wird der Anschlag auf der norwegischen Insel Utøya ebenso Thema sein wie der Konflikt in Nordirland. Junge Israelis und Inder berichten über das Leben in ethnischen und religiösen Konflikten, Militärseelsorger von den Belastungen ihres Jobs und Friedensunterhändler aus dem Sudan über die Schwierigkeiten der Vermittlung.

Kommunikationstrainer zeigen den Umgang mit eigenen Aggressionen, Theater- und Musikpädagogen nähern sich künstlerisch dem Thema und ein Journalist - Kriegsdienstverweigerer und Oberstleutnant der Reserve - spricht über Pazifismus und militärische Intervention. „Es geht darum, wie man die uns Menschen bekannte destruktive Kraft, die sich in Aggression ausdrückt, umwandeln könnte in produktive Kraft, die dem Frieden dient“, beschrieb Feydt das Anliegen. „Wer Frieden will, muss dahingehend vorbereitend wirken.“

Für vier Tage schlägt die Friedensakademie ihre Zelte an der Frauenkirche auf und taucht den Neumarkt davor in gelbe Farbe - mit T-Shirts, Flyern und Bechern. Sie tragen das Logo des Treffens, eine aus vielen kleinen Perlen geformte weiße Friedenstaube, die zugleich zwei sich berührende Hände darstellt. „Sie symbolisiert, wie viele einzelne Teil eines großen Ganzen werden und sich gemeinsam für ein friedliches Miteinander einsetzen“, sagte Feydt. Aus vielen hochgehaltenen Platten sollen Teilnehmer am Pfingstmontag dann eine überdimensionale Friedenstaube zusammenfügen, mit der sich die Peace Academy 2012 verabschiedet.

dpa

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