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Dresdner Forscher prüfen Behandlung psychischer Erkrankungen

Dresdner Forscher prüfen Behandlung psychischer Erkrankungen

Stationär, teilstationär oder ambulant - die Entscheidung für eine Behandlungsform sollte immer am Bedarf des Patienten ausgerichtet sein. Insbesondere bei Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen ist eine gut vernetzte Behandlung von großer Bedeutung.

Forscher der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden wurden von einem Großteil der gesetzlichen Krankenkassen beauftragt, die Wirksamkeit der verschiedenen Modellprojekte zur Behandlung von psychischen Erkrankungen zu prüfen.

Wichtige Aspekte sind dabei die Förderung ambulanter, alternativer Behandlungsangebote, die auch eine komplexe psychiatrische Behandlung im häuslichen Umfeld zulassen.

Im Fokus stehen dabei Effektivität, Kosten und Effizienz der Modellvorhaben und letztendlich ihr tatsächlicher Nutzen für eine bessere Behandlung psychisch kranker Kinder, Jugendlicher und Erwachsener. Gegenstand der Ermittlung werden alle bisher vereinbarten Modellvorhaben sein sowie Modellverträge, die bis zum 31. Dezember 2016 noch abgeschlossen werden.

Ein überwiegender Teil der gesetzlichen Krankenkassen und ihrer Verbände haben sich auf ein Vorgehen geeinigt, alle Modelle einheitlich nach höchsten wissenschaftlichen Standards evaluieren zu lassen. Im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung wurde von allen beteiligten gesetzlichen Krankenkassen gemeinsam ein geeignetes wissenschaftliches Institut ausgewählt - durchgesetzt hat sich das Team um Dr. Jochen Schmitt von der Medizinischen Fakultät der TU Dresden. Gemeinsam mit Forschern aus Magdeburg und Leipzig wird er in den kommenden Jahren Routinedaten auswerten. "Das Besondere daran ist, dass wir mit anonymisierten Daten der Krankenkassen arbeiten dürfen", sagt Schmitt. "Unser Ziel ist es, ein einheitliches Budget für die gesamte Versorgung von psychisch erkrankten Menschen." Die strenge Trennung der Behandlungssektoren - statioär, teilstationär und ambulant - sei nicht effizient. "Es gibt beispielsweise Grenzfälle, bei denen eine stationäre Behandlung der Patienten nicht unbedingt nötig ist."

Das Projekt ist für eine Laufzeit bis Ende 2025 ausgelegt, die ersten Zwischenberichte sollen zum Ende des Jahres 2016 vorliegen. An den drei Standorten Dresden, Leipzig und Magdeburg werden vier Mitarbeiter über die nahezu elfjährige Laufzeit beschäftigt sein.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.07.2015

Juliane Weigt

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