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Dresdner Forscher entwickeln neue Optik-Schnittstelle für schnellen drahtlosen Daten-Transfer

Dresdner Forscher entwickeln neue Optik-Schnittstelle für schnellen drahtlosen Daten-Transfer

Fraunhofer-Forscher aus Dresden haben den kriechenden Fortschrittsbalken auf Notebooks und Computertelefonen den Kampf angesagt: Mit einer neuen optischen Datenfunktechnik des "Instituts für Photonische Mikrosysteme" (IPMS) soll es künftig möglich sein, selbst ganze Videos binnen Sekunden drahtlos zu übertragen - mit Geschwindigkeiten bis zu drei Gigabit je Sekunde, also etwa 100 Mal schneller als bisher verfügbare drahtlose Techniken.

Dresden .

Zusätzlicher Clou: Über die Lichtverbindung kann auch gleich noch Energie von Gerät zu Gerät übertragen werden.

Interessenten für die schnelle Datenübertragungstechnik gibt es bereits, wie IPMS-Projektleiter Dr. Frank Deicke auf Anfrage sagte - nennen dürfe er die Verhandlungspartner jedoch noch nicht. Potenziell verheißungsvolle Anwendungsfälle drängen sich indes schnell auf: Mit solchen optischen Schnittstellen ausgestattet - die wie kleine Fenster aussehen könnten -, müsste man Kameras oder externe Festplatten nicht mehr mit USB-Kabeln anstöpseln, sondern könnte Filme und Fotos in wenigen Sekunden übertragen, indem man sie in Richtung PC oder Notebook hält. Auch umständliche und teure HDMI-Verkabelungen zwischen Videospieler und Projektor im hochauflösenden Heimkino könnten so entfallen. Prinzipiell geeignet für den sogenannten "Giga-IR"-Adapter sind laut IPMS alle Geräte mit einem USB-2.0-Chip.

Zudem überträgt die auf unsichtbarem Infrarotlicht basierende Schnittstelle nach Angaben der Fraunhofer-Forscher Daten auch viel fehlerfreier und energie-effizienter als herkömmliche Techniken und könnte sogar benutzt werden, um andere Geräte via Energietransfer aufzuladen.

Einen deutlichen Nachteil hat der Prototyp, den das IPMS-Team ab dem 13. November auf der Messe "Electronica" in München vorstellen will, allerdings noch: Daten- und Energietransfer funktionieren nur bei freier Sicht zwischen den Geräten und bisher nur auf eine Distanz von maximal 13 Zentimetern. Die Forscher hoffen allerdings, die Reichweite in Zukunft spürbar zu vergrößern.

Heiko Weckbrodt

Mehr Infos im Netz: computer- oiger.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.10.2012

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