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Dresdner Forscher: Gletscher im Himalaya schmelzen langsamer als vorhergesagt

Dresdner Forscher: Gletscher im Himalaya schmelzen langsamer als vorhergesagt

Die Eismassen im Himalaya, dem höchsten Gebirgszug der Welt, schwinden nicht so schnell wie bisher vermutet. Dies hat ein Team aus Dresdner, Züricher und weiteren internationalen Forschern in einer Studie herausgefunden.

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Das Karakoram-Gebirge im pakistanischen Teil des Himalaya (Archivfoto vom 07.05.2005).

Quelle: dpa

Die Ergebnisse werden nun im Wissenschaftsmagazin „Science" veröffentlicht.

Die Wissenschaftler um den Dresdner Glaziologen Tobias Bolch stellten in ihrer Studie den aktuellen Kenntnisstand über die Gletscher der Hochgebirge Himalaya und Karakorum zusammen. Bisher waren aufgrund zu geringen Wissens keine genauen Aussagen und Prognosen zu den Eismassen möglich, teilte die TU Dresden mit. Bolch und sein Team untersuchte aktuelle Kartierungen auf der Basis von Satellitendaten und ermittelten eine Gletscherfläche von etwa 40.800 Quadratkilometern. Damit sind die Gletscher des gesamten Himalaya 20 Mal so groß wie die der Alpen, jedoch auch 20 Prozent kleiner als zuvor geschätzt.

Das internationale Forscherteam wertete außerdem bisherige Längen-, Dicken- und Oberflächenmessungen der Gletscher aus. Dabei stießen sie auf unregelmäßig und unvollständig erhobene Daten, die zum Teil nicht lange zurückreichten. Die Wissenschaftler ermittelten, dass die Gletscher pro Jahr durchschnittlich 15 bis 20 Meter kürzer wurden und ihre Oberfläche um 0,1 bis 0,6 Prozent abnahm. „Die festgestellten Längenänderungen sowie Flächen- und Volumenabnahmen entsprechen dem globalen Mittel", fasst Bolch die Resultate zusammen. „Die Himalaya-Gletscher nehmen ab, aber deutlich weniger schnell als bisher prognostiziert", so der Gletscher-Experte.

Diese Erkenntnis ist wichtig für mehrere Hundert Millionen Menschen in Südasien, die von den Gletschern als Süßwasserspeicher abhängig sind. Bolch mahnt zur Vorsicht: „Aufgrund des zu erwartenden Gletscherschwundes rechnen wir mittelfristig mit einer größeren Variabilität bei den saisonalen Wasserabflüssen." Eine weitere Gefahr für die Bevölkerung bildeten Gletscherseen. Wenn diese sich rasch vergrößerten und ausbrächen, könnten die abfließenden Wasser- und Geröllmassen verheerende Folgen für tiefer liegende Gebiete haben, so Bolch.

Die Hochgebirge Himalaya und Karakorum erstrecken sich über die Länder Pakistan, Indien, China, Nepal, Bhutan und Burma. In ihnen befinden sich die 14 Achttausender der Erde, also Berggipfel, die höher als 8000 Meter sind.

ttr

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