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Dresdner Flüchtlingshelfer kaufen Rettungsschiff

Flüchtlingskrise Dresdner Flüchtlingshelfer kaufen Rettungsschiff

Die Dresdner Hilfsorganisation Mission Lifeline will ein Schiff kaufen, um Flüchtlinge im Mittelmeer zu retten. Derzeit werden Spender gesucht, um das ambitionierte Projekt zu finanzieren.

Eines der Schiffe, die für den Kauf in Frage kommen liegt in Rotterdam.

Quelle: Mission Lifeline

Dresden. Dresden. Mehr als 300.000 Flüchtlinge werden nach offiziellen Schätzungen der EU-Grenzschutzagentur Frontex in diesem Sommer versuchen, von Libyen nach Italien überzusetzen. Das Land in dem der IS aktiv ist und teils bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen droht, der neue Kristallisationspunkt der internationalen Flüchtlingskrise zu werden. Die Rettungskapazitäten vor Ort reichen für den erneuten Exodus nicht aus. Nur eine Handvoll Schiffe kreuzt derzeit vor Italien im Mittelmeer. In den vergangenen Monaten sind bereits mehrere Flüchtlingsboote gekentert. Es gibt hunderte Tote zu beklagen. Das Team vom Dresden Balkan Konvoi, das bereits im vergangenen Jahr Flüchtlinge auf der Balkanroute versorgte, will nun ein Schiff kaufen, um sich an den Rettungsaktionen zu beteiligen.

Doch die Helfer aus Dresden stehen noch vor einer riesen Aufgabe: „Wir müssen rund 300.000 Euro aufbringen, um das Schiff zu kaufen, das derzeit noch im Hafen von Rotterdam steht und monatlich 30.000 bis 40.000 für die Unterhaltungskosten aufbringen“, erklärt der Kopf des Mission Lifeline genannten Projektes Axel Steier.

Sehr viel Geld, das in kürzester Zeit zusammengetragen werden muss, denn das Schiff soll bereits in sechs bis acht Wochen in See stechen. „Notfalls gehen wir ein Risiko ein und nehmen kurzfristig einen Kredit auf“, sagt Steier. Die Mittel für die Mission sollen vor allem von privaten Spendern stammen. In ganz Sachsen werden in diesen Tagen rund 1000 Spendenboxen in Geschäften aufgestellt. „Darüber hinaus setzen wir natürlich auf Menschen, die sich für unsere Sache begeistern und uns finanziell unterstützen – dieses Schiff wird sehr viele Menschenleben retten“, hofft Steier auf eine erfolgreiche Kampagne.

Wenn auch das liebe Geld noch fehlt, die Mannschaft des künftigen Rettungsschiffes steht bereits. Seeleute und Rettungsschwimmer aus dem gesamten Bundesgebiet engagieren sich für Mission Lifeline. Wer selber an der Rettungsmission teilnehmen will, kann sich unter crew@mission-lifeline.de bewerben.

Spendenkonto

DMFCA e.V.

IBAN: DE47100100100888384100

Stichwort: Seenotrettung

Von Hauke Heuer

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