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Dresdner FDP fordert zügige Wohnbebauung am Elbepark statt Woba-Gründung

Dresdner FDP fordert zügige Wohnbebauung am Elbepark statt Woba-Gründung

Die FDP-/Freie-Bürger-Fraktion des Dresdner Stadtrates fordert, dass sich die Stadt verstärkt um die Bebauung des Areals zwischen Elbepark und Flutrinne kümmert.

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„Dresdens teuerstes Blumenfeld“ – ginge es nach Holger Zastrow, blüht hier statt Sonnenblumen bald das Baugewerbe.

Quelle: Tanja Tröger

Gut 2000 Wohnungen könnten dort entstehen. Für das Gebiet besteht seit 2001 Baurecht, zudem ist die Fläche seit Ende der 1990er Jahre vollständig erschlossen: Straßen und Grünflächen sind angelegt, Versorgungsleitungen gezogen, die Beleuchtung eingerichtet, die Straßenbahnlinie 9 fährt inzwischen durch das potentielle Wohngebiet. Nur die Wohnhäuser fehlen.

„Dresdens teuerstes Blumenfeld“

„Bevor wir uns auf solche Abenteuer wie die Gründung einer Woba einlassen, sollten wir doch erst mal die Potentiale nutzen, die vorhanden sind“, sagte Fraktionsvorsitzender Holger Zastrow am Freitag. Die Stadt solle Rahmenbedingungen schaffen, damit die Fläche zügig bebaut werden kann – und zwar von privaten Investoren. „Mit einfachsten Mitteln“ könne man da viel erreichen, so der Werbefachmann. Dabei denkt Zastrow beispielsweise an große Bautafeln, die vor Ort für eine Bebauung werben. Außerdem solle die Stadt nicht nur mit den derzeitigen Grundstückseigentümern über die Zukunft der Flächen sprechen, sondern die Grundstücke auch anderen Immobiliengesellschaften anbieten, etwa bei Dresdner Bauherren-Stammtischen. Bislang hat die Stadt die Flächen 2013 und 2014 auf der Immobilienmesse „Expo Real“ beworben und mit den derzeitigen Grundstückseigentümern gesprochen. Das Gebiet rund um die Kötzschenbroder Straße sei „sicherlich nicht 1a-Lage, aber um vernünftige Wohnungen zu bauen, reicht es allemal. Aber man muss es halt wollen“ – und er habe das Gefühl, dass die Stadt nicht sonderlich an der Vermarktung der Flächen interessiert sei. Dabei habe sie seinerzeit rund 10 Millionen Euro in die insgesamt 69 Millionen D-Mark teure Erschließung gesteckt. „Das ist teures Bauland, und darauf züchten wir jetzt Gladiolen und Sonnenblumen, oder wie?“, regt sich Zastrow auf.

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Sogar eine Straßenbahntrasse wurde extra durch das geplante Wohngebiet gelegt.

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Geplanter Wohnungsbau südlich der Sternstraße als Initialzündung?

„Es gibt aktuell Gespräche mit privaten Investoren zu den Baufeldern C1, C2, D1, C4, D3 und E2 bezüglich der Entwicklung von Wohnungsbau“, antwortete der Erste Bürgermeister Dirk Hilbert (FDP, ruhend), auf eine Anfrage seiner Parteikollegen. Am konkretesten dürfte es bei „E2“ zugehen, dem fünf Hektar großen Gelände westlich des Gewerbehofes Böcklinstraße. Dessen Bebauungsplan soll im September dieses Jahres durch den Bauausschuss gehen. Inwiefern dann Investoren bei den übrigen Baufeldern zwischen Kötzschenbroder und Sternstraße nachziehen, bleibt abzuwarten.

Hintergrund: Die Fläche rund um die verlängerte Kötzschenbroder Straße zählt zu Dresdens größten bereitstehenden Wohnbaugebieten. Die Grundstücke gehören der Landeshauptstadt und mehreren großen Immobilien- und Projektentwicklungsfirmen wie Züblin. Im Jahr 1996 wurde der Bebauungsplan für das Gebiet Kaditz/Mickten aufgestellt, seit 2001 darf theoretisch gebaut werden. Gebaut wurde jedoch nichts, abgesehen von dem zwischen 1996 und 1998 errichteten Gebäude der Sparkassenversicherung und dem gegenüberliegenden langgezogenen Wohnblock an der Flutrinne. Der Bebauungsplan verzeichnet fünf- bis siebengeschossige Häuserzeilen entlang der Sternstraße und vier- bis sechsgeschossige Karrees nördlich davon in Richtung Elbepark. Zwischen Sternstraße und Flutrinne sieht der Plan hinter den hohen Häusern zweistöckige Gebäude vor, um die Aussicht auf die Flutrinne nicht zu stark einzuschränken – ähnlich wie bei dem schon bestehenden langgestreckten Block. Da Teile des Areals im Überschwemmungsgebiet liegen, hat der Dresdner Bauausschuss im Januar 2015 einige Hochwasser-Schutzmaßnahmen in den Bebauungsplan aufgenommen. So muss etwa die Haustechnik bei Neubauten unterm Dach eingebaut werden.

ttr

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