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Dresdner Elbschlösser: Schloss Albrechtsberg bleibt noch länger dunkel

Dresdner Elbschlösser: Schloss Albrechtsberg bleibt noch länger dunkel

Von den drei Elbschlössern existieren abends nur noch zwei. Schloss Albrechtsberg versinkt seit längerer Zeit im Dunkel der Nacht. Nur die beiden Schwestern Lingnerschloss und Schloss Eckberg werden noch angestrahlt.

Schloss Albrechtsberg versinkt seit längerer Zeit im Dunkel der Nacht.

Quelle: Christian Juppe

Touristen, die von der anderen Elbseite auf die architektonischen Schmuckstücke aufmerksam gemacht werden, schauen zumindest an diesem einen Punkt ins Leere. Darauf machte uns eine DNN-Leserin aufmerksam. Sie sorgt sich mit weiteren Dresdnern um die Zukunft des der Landeshauptstadt gehörenden Schlosses.

Seit Jahresbeginn ist Albrechtsberg eine Betriebsstätte der Messe Dresden GmbH. "Für unbestimmte Zeit" hatte Messechef Ulrich Finger kürzlich über diesen Zuwachs geäußert. Auch nach dem Ende des bisherigen Betreibers, der Konzert- und Kongressgesellschaft (KKG) finden weiterhin Veranstaltungen (wie unlängst erst der DNN-Neujahrsempfang) und Konzerte in diesem Kleinod statt. Ein neues Konzept ist bisher nicht bekannt. Als Begründung für die ausgegangenen Lichter nennt Anke Hoffmann vom Presseamt der Stadt auf Anfrage Instandsetzungsarbeiten, die gegenwärtig durch die Messe Dresden erfolgen. Im Februar sollen sie abgeschlossen sein. Man wird sehen, ob Schloss Albrechtsberg dann wieder erstrahlt.

Weit länger als diese nicht näher bezeichneten Instandhaltungsmaßnahmen dauern die Sanierungsarbeiten. Sie begannen bereits 1999 und werden noch eine unbestimmte Zeit in Anspruch nehmen. So ist zum Beispiel ein Abschluss der Generalrekonstruktion des Römischen Bades derzeit nicht in Sicht. Nach Angaben der Stadt gliedert sie sich in vier Bauabschnitte, von denen nur der erste - die südlich liegenden Terrassen - fast, bis auf kleine Restarbeiten abgeschlossen ist. Zwar liegt die Ausführungsplanung für den gesamten Bereich vor, aber es fehlt an den finanziellen Mitteln für die Umsetzung. Im Doppelhaushalt 2013/14 hat die Stadt keine Investitionsmittel für ihre Immobilie eingestellt. Die Höhe des Budgets für den Bauunterhalt müsse erst noch konkret festgelegt werden, so Hoffmann.

Einen Hoffnungsschimmer soll ein Förderbetrag "zum Erhalt eines Kulturdenkmals" bringen. Der entsprechende Antrag sei bei der Landes-direktion Sachsen gestellt. Wird er positiv beschieden, könnte ab Juni 2013 bis Juni 2014 der östliche Portikus saniert werden, teilt das Presseamt weiter mit. Der westliche Portikus muss wie das eigentliche Römische Bad noch auf einen Geldsegen warten.

Auch das äußerlich sanierte Heizhaus ist in dem nutzbaren Teil noch immer ein Rohbau. Nach einer attraktiven Verwendung und einem Betreiber wird noch gesucht.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.01.2013

Genia Bleier

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