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Dresdner Diakonissenkrankenhaus eröffnet am 15. Oktober eine Palliativstation

Dresdner Diakonissenkrankenhaus eröffnet am 15. Oktober eine Palliativstation

Nach dem katholischen St.-Joseph-Stift und der Uniklinik hat jetzt auch das Diakonissenkrankenhaus eine spezielle Station, auf der unheilbar Kranke in ihrer letzten Lebensphase betreut werden.

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Schwester Stephanie Pillack, Oberärztin Dr. Christin Prudlo und Stationsleiterin Karin Mächler (v.l.) in einem neuen Zimmer.

Quelle: Dietrich Flechtner

Eröffnet werden soll diese Palliativstation am 15. Oktober, wie Verwaltungsdirektor Matthias Schröter gestern vor Journalisten sagte. Sie verfügt über sechs Betten, vier in Einzelzimmern, dazu ein Doppelzimmer. "Damit können wir jährlich etwa 150 Patienten betreuen", so Schröter.

Versorgt werden sie rund um die Uhr durch ein siebenköpfiges Team von Palliativmedizinern und Schwestern. Es handle sich um Menschen, zumeist mit schwerster Krebserkrankung, bei denen keine Therapie angeschlagen habe, erläuterte Stationsärztin Dr. Christin Prudlo. "Wir können sie nicht mehr heilen, nur akute Begleitsymptome lindern wie Luftnot, Übelkeit oder Schmerzen." In der allerletzten Lebensphase würden sie in ein Hospiz oder nach Hause entlassen, wo Angehörige mit Unterstützung des ambulanten Hospizdienstes sie betreuen. "Dies ist eine Zwischenstation, keine Sterbestation", betonte Pflegedirektor Michael Junge.

Die Räume befinden sich in einem Seitenflügel in der 2. Etage. Zuvor war er Teil der internistischen Station. Die Zimmer sind anders als Krankenzimmer eingerichtet, beispielsweise mit heller Holzverkleidung gestaltet. "Sie haben eher Hotel-Charakter", sagte Michael Junge. Außer dem Patientenbett gibt es Polstermöbel. "Angehörige können mit übernachten und werden komplett versorgt."

Auch der Tagesablauf unterscheide sich von dem des übrigen Krankenhauses, erläuterte Stationsleiterin Karin Mächler. "Er ist ganz auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt. Er wird gewaschen und kann essen, wann er will." Betreut würden die Palliativpatienten außerdem durch Physiotherapeuten, Diätassistenten sowie eine Psychologin, Musiktherapeutin, Seelsorger, Sozialarbeiter und eine Anästhesistin, so Prudlo.

Die meisten dieser Palliativpatienten würden zuvor wegen Erkrankungen an Magen, Darm oder Leber auf anderen Stationen behandelt, erläuterte Chefarzt Jens-Uwe Erk. Sei dies nicht erfolgreich, würden sie hierher verlegt.

Der Umbau zur Palliativstation dauerte drei Monate. Gekostet hat er rund 250 000 Euro. Die Stadt beteiligte sich daran mit 62 000 Euro.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.10.2012

Tomas Gärtner

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