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Dresdner Dampferflotte zum 180. Geburtstag auf Gewinnkurs

Halbjahresbilanz Dresdner Dampferflotte zum 180. Geburtstag auf Gewinnkurs

2015 war ein übles Jahr für die Sächsische Dampfschiffahrt. Wegen Niedrigwassers konnte 15 Tage lang kein Schiff fahren, drei Monate waren nur eingeschränkte Fahrten möglich. Wir blicken auf die ersten Zahlen für 2016.

Statt des Firmenjubiläums feiert das Unternehmen lieber Dampfergeburtstage. Die „Pillnitz“ wurde in diesem Jahr 130 Jahre alt. Auch die Dampfer „Dresden“ (90 Jahre) und „Leipzig“ (87) hatten Geburtstag.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Es geht aufwärts. Langsam, so, wie die Dampfer fahren. Aber deutlich. Zum 180. Geburtstag der Sächsischen Dampfschiffahrt (SDS), den die Flotte morgen feiern könnte, melden die Verantwortlichen leicht steigende Zahlen. „Wir konnten uns im einstelligen Prozenbereich im Vergleich zum Vorjahr verbessern“, teilte Marketingchef Robert Rausch. Das betreffe auch die Fahrten in der Sächsischen Schweiz. Absolute Zahlen mochte Rausch nicht nennen, ohnehin seien die Jahre nicht einfach vergleichbar, erklärte er seine Zurückhaltung. Schließlich sei die Zahl der Fahrtage jeweils unterschiedlich. „Da Ostern in diesem Jahr sehr zeitig war, zahlt dies auf die Fahrtage ein“, so der SDS-Mitarbeiter, der für die Vermarktung des Angebots zuständig ist. Das Plus liege über einem Prozent und unter fünf Prozent, lässt er sich aber entlocken.

Der Dampfer „Leipzig“ diente im 2

Der Dampfer „Leipzig“ diente im 2. Weltkrieg als Lazarettschiff. Am 2. März 1945 wurde er in Kleinzschachwitz liegend von einer Bombe getroffen.

Quelle: F. Heller/Sammlung R. Ander

Lässt man die Statistik-Bedenken von Rausch beiseite und nimmt die Fahrkartenverkäufe aus dem vergangenen Jahr als Basis für ein Rechenbeispiel, dann ergibt sich für 2016 ein Plus von knapp 20 000 Tickets. „Verhalten positiv“ bewerten Flottenchefin Karin Hildebrand und ihre Mitarbeiter diese Aussicht. „Wir sind mit einem verregneten April konfrontiert gewesen“, begründet Rausch, dass die Zahlen nicht besser sind, „und wir schauen immer auf die weiteren Wetter- und damit auch auf die Pegelprognosen“. Immerhin – komplette Ausfalltage gab es 2016 noch nicht. Im vergangenen Jahr konnte wegen Niedrigwassers an 15 Tagen gar nicht gefahren werden, mehr als drei Monate lang nur eingeschränkt. „Kritisch bis bedrohlich“ nannte Hildebrand das mit Blick auf den Fahrscheinverkauf. Der brach 2015 im Vergleich zu 2014 ein, unterm Strick stand ein Minus von 30 Prozent. Von den 570 000 verkauften Tickets aus dem Jahr 2014 ist die SDS-Flotte trotz der „verhalten positiven“ Aussichten noch weit entfernt. Bleibt es beim bisher absehbaren Zuwachs, stehen Ende der Saison rund 420 000 verkaufte Fahrkarten auf der Haben-Seite.

Doch damit wollen sich die Verantwortlichen in der SDS-Zentrale am Georg-Treu-Platz nicht zufrieden geben. Das Angebot spezieller Veranstaltungsfahrten soll ausgebaut werden. Dabei geht es Hildebrand und ihren Mitarbeitern allerdings mehr um Klasse als um Masse. „Das Fahrtenangebot wird im Groben gleich bleiben“, sagt Rausch. Ziel sei „ein differenziertes Angebot für viele Kundengruppen“. Ein Beispiel für solche Differenzierungen haben die Verantwortlichen erst gestern Abend gegeben: Auf dem „Abendbrotschiff“, auf dem gerade Burger-Zeit ist, war auch für Fußballfans gesorgt. Das Halbfinal-Spiel Deutschland gegen Frankreich wurde auch an Bord gezeigt.

Von Christoph Springer

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