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Dresdner Busmannkapelle wartet auf die Haube

Dresdner Busmannkapelle wartet auf die Haube

Die Mitglieder der Fördergesellschaft Sophienkirche/Busmannkapelle treffen sich am heutigen Sonnabend im Kulturrathaus zu ihrer Jahreshauptversammlung. Auf der Tagesordnung stehen dabei auch die Themen Totengedenken 1945 in der Erinnerungsstätte an der Sophienstraße und Fortgang des Baugeschehens.

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Der Entwurf des Architekturbüros Gustavs & Lungwitz sieht die Busmannkapelle als Glasbau mit integrierten originalen Überresten der Sophienkirche vor.Abb.: DNN-Archiv

Quelle: Dietrich Flechtner

Der jetzt folgende dritte Bauabschnitt hat für dieses Jahr die Überdachung des Kapellenkörpers mit einer Glashaube zum Ziel.

Eigentlich sollte dieser Kubus schon 2012 montiert sein. Aber gebaut werden kann die Busmannkapelle nur schrittweise analog der vorhandenen Mittel. "Wir dürfen den Mut nicht verlieren", sagte Architekt Siegmar Lungwitz den DNN. Sein Siegerentwurf der Gedenkstätte stammt aus dem Jahr 1995. "Damals habe ich von 20 Jahren bis zur Vollendung gesprochen." Nach dieser Prognose liegt das Projekt noch im Limit. Geändert haben sich bis heute aber die technologischen Möglichkeiten und nicht zuletzt die Baupreise. "Wir können jetzt größere Scheiben verwenden", erklärte Lungwitz. "Das Bauwerk ist als Skulptur zu betrachten und die soll möglichst ohne große Einschränkungen zu sehen sein." Solcher Fortschritt ist jedoch ohne höhere Kosten nicht zu haben.

Die zur Verfügung stehenden 950 000 Euro für die Glashaube werden nicht reichen. Das erklärte Peter Schu- mann, Vorsitzender der Fördergesellschaft. Es sei die ursprünglich veranschlagte Summe ohne Berücksichti- gung der gestiegenen Preise. So wer- den derzeit von den Bauverantwort- lichen verschiedene Lösungsvarianten untersucht, um die optimale Variante zu finden. Lungwitz plant die Konstruktion neu. Unter anderem soll das Dach vereinfacht werden. Er hofft, dass spätestens bis zum Sommer die Ausschreibung erfolgen kann. Vorsichtig geworden, rechnet der Architekt mit dem Aufsetzen des rund 21 mal zwölf Meter großen Glaskubus' erst Ende des Jahres. Schumann sieht dabei auch ein logistisches Problem. Nur drei Firmen in Europa fertigen nach seinen Angaben die benötigten großen Scheiben. Und am Bauplatz Busmannkapelle fehlt die nötige Montagefreiheit.

Nach der Umhausung geht es an die Innenausstattung. Zur Finanzierung der Fußbodenplatten aus Sandstein sollen - wie schon bei den originalen Werksteinen der Fensterbögen - Stifterbriefe aufgelegt werden. Unklar ist gegenwärtig noch, ob die Gesamtkosten von knapp 2,7 Millionen Euro für das Bauwerk eingehalten werden können. Genia Bleier

Führung über die Baustelle Busmannkapelle am Postplatz: Heute (Sonnabend), gegen 12.30 Uhr; Gäste willkommen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.04.2013

Genia Bleier

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