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Dresdner Brücken-Puzzle von der Ammonstraße

Augustusbrücke und Co. Dresdner Brücken-Puzzle von der Ammonstraße

Das Juni-Hochwasser im Jahr 2013 hat massive Schäden an der Augustusbrücke und angrenzenden Bauwerken angerichtet. Ganz besonders hart getroffen haben es die Treppen und Arkadenstützwand auf der Neustädter Seite sowie das Pegelhaus und die Stützwand auf der Altstädter Seite. Die Steine müssen gut gelagert werden.

Das Lager an der Ammonstraße wurde eingerichtet, als die Brücke am Königsufer im Februar 2014 wegen Absturzgefahr abgetragen werden musste.
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  Das Juni-Hochwasser im Jahr 2013 hat massive Schäden an der Augustusbrücke und angrenzenden Bauwerken angerichtet. Ganz besonders hart getroffen haben es die Treppen und Arkadenstützwand auf der Neustädter Seite sowie das Pegelhaus und die Stützwand auf der Altstädter Seite. Weil an der über 100 Jahre alten Elbquerung aber eben auch der Zahn der Zeit nagt, wird die Brücke instand gesetzt. Während der Bauarbeiten müssen die denkmalgeschützten Steinelemente der Brücke zurückgebaut werden – und die müssen gut gelagert werden.

Da der Platz an den Elbwiesen nicht ausreicht, unterhält die Landeshauptstadt Dresden unter der Brücke Budapester Straße ein Steinlager. Auf insgesamt 1500 Quadratmetern werden zurückgebaute Steine der Augustusbrücke sowie der Brücke, die am Königsufer nahe der Albertbrücke den Rosa-Luxemburg-Platz mit dem Elbradweg verbindet, deponiert.

Die Augustusbrücke bleibt Baustelle: Während der Bauarbeiten müssen die denkmalgeschützten Steinelemente der Brücke zurückgebaut werden – und die müssen gut gelagert werden.

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Das Lager an der Ammonstraße wurde eingerichtet, als die Brücke am Königsufer im Februar 2014 wegen Absturzgefahr abgetragen werden musste. Die Brücke steht unter Denkmalschutz, so dass die Steine mittels 3D-Laserscan vermessen und steingenau beschriftet worden sind. Jede einzelne ist mit einer kleinen Aluminium-Tafel gekennzeichnet. Das Vorgehen ermöglicht den detailgenauen Wiederaufbau, der im September beginnen soll. Etwa eine Tonne wiegt jeder der knapp 200 Brückenbausteine, die auf Paletten zum Abtransport gelagert sind. Auch Geländerteile und Fahnenmasten werden in dem Depot verstaut.

In Vorbereitung auf die denkmalgerechte Sanierung der Augustusbrücke fand im März 2015 eine Bauwerksprüfung statt. Das Ergebnis des Gutachtens: Eine Kanzel der Augustusbrücke musste abgetragen werden, weil wegen Absturzgefahr die Schifffahrt gefährdet war. „Zeitweise musste das Schifffahrtsamt die Elbe für die Schifffahrt sperren“, sagt Reinhard Koettnitz, Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes.

Auch die Steine der Kanzel wurden einzeln kartiert und eingelagert. Anfang 2017 beginnnt die Bauwerkssanierung – dann wird das Brückenpuzzle wieder einzeln zusammengesetzt. Das Steinlager solle deshalb mindestens für die Dauer der Bauarbeiten an der Augustusbrücke in Betrieb bleiben.

Für das Steinlager entstehen keine zusätzlichen Kosten, da sich das Depot auf einem städtischen Grundstück befindet.

Von Juliane Weigt

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