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Dresdner Bauunternehmer: Flächendeckender Neubau von Mietwohnungen ist unrealistisch

Dresdner Bauunternehmer: Flächendeckender Neubau von Mietwohnungen ist unrealistisch

Trotz beginnendem Wohnungsmangel in Dresden ist der flächendeckende Bau von Mietwohnungen illusorisch. Zu diesem Schluss kommt zumindest der Dresdner Bauunternehmer Frank Wießner.

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Dresden fehlen inzwischen bezahlbare Mietwohnungen - nach Ansicht von Fachleuten wird sich das so schnell nicht ändern.

Quelle: dpa

Unter einem Quadratmeterpreis von 10 Euro würde sich das Bauen schlicht nicht lohnen. Selbst Sanierungen seien unter 8,50 Euro nicht wirtschaftlich.

Wie Wießner am Montag auf einer Veranstaltung der Neustadt-SPD erklärte, machen zahlreiche Regelungen wie zum Brandschutz, der Wärmedämmung oder zum Schallschutz das Bauen teuer. „Das treibt den Preis um rund 20 Prozent“, schätzt der Fachmann. Um billiger zu bauen, gebe es zwei Möglichkeiten: Entweder wird das Niveau der Bausubstanz gesenkt oder man erleichtere Bauherren mit Zinserleichterungen oder Abschreibungsmöglichkeiten die Finanzierung.

Das Problem ist, sagt der Mitinitiator des Lokalen Bündnisses für Familie, dass Investoren mit Eigentumswohnungen höhere Renditen erzielen. Deswegen würden vorrangig diese gebaut. Dass Grundstücke aus rechtlichen Gründen zwingend an den Meistbietenden verkauft werden müssen, verstärke diesen Trend. Dabei sind die Zustände in Dresden nach Ansicht von Wießner noch immer luxuriös. Nach der Wende sei dank hoher Abschreibungsmöglichkeiten massiv gebaut worden, zudem zogen mehr Menschen aus Dresden weg als neu hinzukamen. Erst um 2005 habe sich die Situation langsam umgekehrt.

„Die Dresdner hatten sich an die paradiesischen Zustände gewöhnt“, sagt er. Freie Auswahl, geringe Mieten und keine Maklerprovision waren in Dresden normal. Das ändere sich jetzt. Laut Christian Demuth vom Verein Bürger Courage seien inzwischen nur noch 18 Prozent der Dresdner Wohnungen für Geringverdiener bezahlbar.

Für den SPD-Stadtrat und Bundestagskandidaten Thomas Blümel ist diese Situation allerdings auch „selbstverschuldetes Elend“. Dresden habe viel zu spät mit dem Wohnungsabriss aufgehört. Zudem versäume es die Stadt weiterhin, Investoren den Bau von bezahlbaren Mietwohnungen zur Auflage zu machen. Weiterhin müsse der Wohnungsbau direkt gefördert werden, fordert Blümel.

sl

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