Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 2 ° Regen

Navigation:
Google+
Dresdner Bäcker stehen unter Preisdruck

Dresdner Bäcker stehen unter Preisdruck

Wer morgens in Dresden sein Frühstück genießt und beherzt in sein Brötchen beißt, braucht sich selten Gedanken über den Preis der frischen Backwaren, die er verzehrt, zu machen.

Voriger Artikel
Elbepark droht Bußgeld
Nächster Artikel
Bürgerbeteiligung für den Entwurf „Zukunft Dresden 2025+“ beginnt am Montag

Matthias Walther hat noch keine Preiserhöhung geplant. Sollte der Getreidepreis weiter steigen, muss auch er seinen Kunden tiefer in die Tasche greifen.

Quelle: Hauke Heuer

Laut einer Erhebung des Instituts für Marketingberatung sind Dresdner Brötchen im bundesweiten Vergleich der Großstädte mit durchschnittlich 24 Cent am günstigsten. In München oder in Berlin bezahlt man für die einfache Semmel oder Schrippe über 30 Cent.

Doch auch in Dresden könnte es mit der "Brötchen-Preis-Idylle" bald vorbei sein, denn den ortsansässigen Bäckern fällt es aufgrund der steigenden Herstellungskosten zunehmend schwer, weiter gewinnbringend zu verkaufen.

Hauptgrund dafür sind die gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten. Gerade letztere machen den Bäckern immer mehr zu schaffen. Eine langanhaltende Dürre in den USA, sinkende Anbauflächen und die Trockenheit über den europäischen Feldern im Frühjahr haben abermals zu einem Anstieg der Getreidepreise geführt.

Dieser wird derzeit für 265 Euro pro Tonne an den Warenterminbörsen gehandelt und damit 30 Prozent über dem Septemberdurchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Die Mühlen geben diesen Preisunterschied an ihre Endkunden weiter. Momentan kostet im Großhandel ein Kilo Mehl rund 50 Cent. Noch im Juli notierte der Preis bei rund 40 Cent.

"Vor drei Jahren mussten wir unsere Preise schon einmal - je nach Produkt - um einige Cent anheben. Auch wenn es bis jetzt noch keine Pläne gibt: Steigen die Mehlpreise weiter, werden wir um eine Preiserhöhung nicht herumkommen", sagt Matthias Walter, dessen Familienbetrieb seit 1967 die Pieschener mit Brot und Brötchen versorgt.

Roland Ermer, Landesinnungsmeister der Bäcker in Sachsen, sieht den Grund für die steigenden Preise auch in Entscheidungen der Politik. "Statt Weizen auf unseren Feldern anzubauen, werden immer mehr Raps- und Maisfelder bewirtschaftet, die ausschließlich zur Biospritherstellung und für das Vergären in Biogasanlagen verwendet werden. Diese Konkurrenz zwischen Teller und Tank schadet mehr als sie nutzt", kritisiert Ermer. "Die diesjährigen Preissteigerungen bei den Mehlpreisen kosten einen mittleren Bäckereibetrieb 6000 Euro im Jahr."

Die Gute Nachricht für alle Frühstücksfreude: Selbst wenn die Backwaren teuerer werden, in Dresden bleibt das Frühstücksbrötchen im Vergleich konkurrenzlos günstig. hh

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.09.2012

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
21.11.2017 - 08:31 Uhr

Die Fans der Schwarz-Gelben unterstützten ihr Team bis zum Schluss. Erst nach dem Abpfiff und der Niederlage gegen die Roten Teufel brach sich der Unmut dann Bahn.

mehr
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.