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Dresdner Auktionshaus lockt mit seltenen Uhren

Antiquitäten Dresdner Auktionshaus lockt mit seltenen Uhren

Wer auf möglichst alte französische Uhren steht, vielleicht in ihnen sogar eine lohnende Anlage sieht, der sollte sich den 24. September für den Besuch der 138.Auktion des Dresdner Auktionshauses Günther unbedingt vormerken.

Eine einzigartige Sammlung von Spindeltaschenuhren aus dem 17. und 18. Jahrhundert kommt bei Günther zur Versteigerung
 

Quelle: Auktionshaus

Dresden.  Wer auf möglichst alte französische Uhren steht, vielleicht in ihnen sogar eine lohnende Anlage sieht, der sollte sich den 24. September für den Besuch der 138.Auktion des Dresdner Auktionshauses Günther unbedingt vormerken. Was ihm da angeboten wird, dürfte selbst für gute Kenner der Materie eine einmalige Gelegenheit des Erwerbs darstellen.

Geschäftsführer Stefan Günther ist gelungen, 20 Taschenuhren des 17. und 18. Jahrhunderts, die einst Bestandteil der legendären Sammlung des Meißner Weinhändlers, Lotterieeinnehmers und Schnapsfabrikanten Otto Horn (1880-1945) waren, für die Auktion zu beschaffen. Es sind Spindeltaschenuhren von einzigartiger Konstruktion, Zeugnisse großen kunsthandwerklischem Geschickes in der Anfertigung. Selbst Günther dürfte kaum ein zweites Mal in seiner Tätigkeit vergleichbare Uhren zu Gesicht bekommen, weil sie mehrheitlich nur noch als Unikate vorkommen. Das Interesse für diese Uhren ist schon jetzt groß.

Ebenfalls aus der Sammlung Horn kommen mehr als 420 Spindeltaschenuhrenwerke, das heißt, den Uhren fehlen die Gehäuse. Nachvollziehbar ist Günthers Vermutung, dass die goldenen Uhrgehäuse von Horn selbst während des Ersten Weltkrieges entfernt wurden sind, um einem Aufruf des Kaisers Wilhelm II. zu Spenden für dessen Kriegskasse Folge leisten zu können. „Gold gab ich für Eisen!“, hieß die Parole, der auch das Bürgertum folgte. Die soziale Kontrolle war einfach: Wer eisernen Schmuck trug, hatte sich als Patriot erwiesen, wer weiter Gold zeigte, verlor an Ansehen. Einen Ansehensverlust wollte der Geschäftsmann Otto Horn bestimmt nicht riskieren.

Ein zweiter „Hammer“ bei Günther sind zweifellos die sechs Gemälde, welche einst Eigentum der Dresdner Bankiersfamilie Arnhold waren und ebenfalls am 24.September aufgerufen werden. Die Gemälde wurden Günther von den amerikanischen Anwälten der Arnholdschen Nachfahren angeboten. Die Bilder kommen aus der nach 1949 durch die Behörden der DDR erfolgten Schlossbergung des Schlosses Berreuth/Dippoldiswalde.

Wieder im Aufgebot sind schöne Meißner Porzellane mit Dekoren in Zwiebel, Drachen und Weinlaub und Blumen. Schon jetzt dürfen sich die Liebhaber des Schwerterporzellans auf den 15. Oktober freuen. dann wird das Haus in der Porzellanauktion 139 über 400 Stücke zur Versteigerung bringen. Darunter werden mehr als 160 Tierfiguren aus der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts sein.

Auf ihre Kosten kommen Liebhaber schöner Möbel aus der Zeit des 2. Dresdner Barocks, das ist die Zeit zwischen 1880 und 1914. Es sind ausgesprochen dekorative Stücke.

Auch bei Zinn, Silber und Schmuck sind viele schöne, nicht unbedingt nur teure Stücke, im Auktionskatalog zu finden. Der Weg zum Auktionshaus lohnt sich also auch für den etwas kleineren Geldbeutel.

Service: Dresdner Kunstauktionshaus Günther, Bautzner Landstraße7, 0324 Dresden; Tel: 0351- 264 09 95,

Kunst- und Grafikauktion 138 am 24. September ab 10 Uhr;

www.dresden-kunstauktion.de

Von Peter Weckbrodt

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