Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 3 ° wolkig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Google+
Dresdner Arbeitsamt will umziehen: Neubau auf ehemaligen Brauereigelände

Dresdner Arbeitsamt will umziehen: Neubau auf ehemaligen Brauereigelände

Nach 17 Jahren will die Arbeitsagentur den grauen Bürokomplex an der Budapester Straße 30 verlassen. Das Haus, dass sich die Agentur derzeit mit dem Jobcenter für Hartz-IV-Leistungen teilt, soll künftig allein dem Jobcenter vorbehalten bleiben.

Voriger Artikel
Landesverband und Tafel Dresden liegen über Kreuz – im Mittelpunkt: Abgeordnete Edith Franke
Nächster Artikel
Tschechen machen Elbe vom Rinnsal wieder zum Fluss - Wasserstand kletterte um fast 50 Zentimeter

Auf dieser Brache soll bis März 2015 der Neubau für die Dresdner Arbeitsagentur entstehen.

Quelle: Norbert Neumann

Die 650 Mitarbeiter der Agentur werden im März 2015 in einen Neubau an der Henriette-Heber-Straße ziehen, kündigt Agentur-Chef Thomas Wünsche an. Einige Jahre schon war eine Trennung von Arbeitsagentur und Jobcenter in zwei separaten Gebäudetrakten angestrebt worden.

"Das Konzept ist schlüssig", so Wünsche, "wir trennen den Versicherungsbereich vom steuerfinanzierten Bereich." Heißt, das über die Arbeitslosenversicherung finanzierte Arbeitslosengeld I, das jedem Arbeitnehmer ein Jahr zusteht, wird an einem anderen Ort verwaltet als das aus Steuergeldern finanzierte Arbeitslosengeld II (Hartz IV), das zwingend Hilfebedürftige beziehen. Außerdem können durch den Auszug der Arbeitsagentur verbliebene Außenstellen des Jobcenters an die Budapester Straße geholt werden. Das betrifft die Widerspruchsstelle und die Teams zur Integration Jugendlicher und Schwerbehinderter im Drei-Brücken-Haus an der Nossener Brücke sowie die Außenstelle an der Cossebauder Straße in Cotta. Damit wären dann alle 700 Mitarbeiter des Jobcenters an einer Stelle konzentriert.

Neben einem "schlüssigen Mietpreis" verspricht sich Wünsche durch diese Zentralisierung viele positive Synergieeffekte. Arbeitsabläufe können besser organisiert werden, die Kommunikation unter den einzelnen Stellen wird durch die kurzen Wege einfacher.

Die künftige Heimstatt der Arbeitsagentur liegt in direkter Nachbarschaft zum alten Sitz. Auf dem dafür vorgesehenen Grundstück herrscht noch Wildwuchs. Die Immobilienmanagementfirma der Bundesagentur habe für die Liegenschaft über eine interne Ausschreibung einen Investor gefunden, so Wünsche. "Es liegt alles im Plan. Momentan haben wir keine Bedenken, dass das keine Realität wird."

In nur wenigen Monaten will das Berliner Immobilien- und Projektentwicklungsunternehmen IMplusPRO das neue Haus errichten, in das sich das Arbeitsamt für die nächsten Jahre einmieten wird. Möglich sei die kurze Bauzeit von weniger als sechs Monaten durch die Modulbauweise, erklärt Stefan Herbert von IMplusPRO. Die Gebäudeteile werden im Werk so weit es geht vorgefertigt und dann auf der Baustelle zusammmengesetzt. Auf dem ehemaligem Brauereigelände zwischen Henriette-Heber-Straße und Zwickauer Straße soll laut Herbert ein fünfgeschossiges Gebäude entstehen, dass in der Draufsicht schlangenlinienförmig ist. Es wird in der Mitte eine große Eingangszone erhalten. Ein kleiner Bereich an der Ecke zum Lidl wird unterkellert und bietet der Kantine Platz. Weil sich unter dem Grundstück ein Gewölbe befindet, das als technisches Denkmal geschützt ist, wird es keine weitere Unterkellerung etwa für eine Tiefgarage geben. "Wir haben aber neben dem Haus 126 Stellplätze, davon fünf behindertengerecht, eingeplant." Der Investor ist kein Neuling im Metier: "Wir haben bundesweit über 20 solcher Liegenschaften für Arbeitsämter gebaut", betont Herbert. Davon sind bisher vier Jobcenter in der Modulbauweise entstanden. Auch das neue Arbeitsamt in Freiberg entsteht in der Regie von IMplusPro. In Dresden wartet das Unternehmen noch auf die Baugenehmigung. Ist sie erteilt, soll es losgehen.

Für Kunden des Arbeitsamtes wird das neue Domizil ein Gewinn. Agentur-Chef Wünsche nimmt den Umzug zum Anlass, das Stelleninformationssystem zu modernisieren und das Berufsinformationssystem (BIZ) mit moderner Technik auf den neuesten Stand zu bringen, neu zu möblieren und aufzupeppen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.07.2014

Arndt, Madeleine

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
28.04.2017 - 20:07 Uhr

2:0 führten die Dresdner in Bochum. Dann kam der VfL. Stefan Schramm hat sich die Leistung der beteiligten Spieler genau angesehen.

mehr
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.