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Dresdner Abfallaufbereitungsanlage spart 420.000 Tonnen CO2 seit 2001

Dresdner Abfallaufbereitungsanlage spart 420.000 Tonnen CO2 seit 2001

Eine Million Tonnen Restabfall wurden seit 2001 in der Biologisch-Mechanischen-Abfallaufbereitungsanlage (BMA) am Hammerweg in Dresden angeliefert. Am Dienstag knackte ein voll beladenes Müllauto die magische Marke.

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Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) und der Geschäftführer der Dresdner Stadtreinigung Burghart Hentschel vor dem Müllwagen mit der einmillionsten Tonne Restabfall.

Quelle: Hauke Heuer

420.000 Tonnen CO2-Emissionen hat die Anlage während ihrer Betriebszeit eingespart.

Alle brennbaren Stoffe, Trockenstabilate genannt, werden in der BMA verrottet, getrocknet und von Metallen und sogenannten Inertstoffen, wie Keramik, Glas, Stein und Sand getrennt. Anschließend werden die Trockenstabilate in den Kraftwerken des Energieversorgers Vattenfall Boxberg, Hänschwalde und Schwarze Pumpe verbrannt. So wird mit dem Abfall Energie gespart. In der Anlage wird der gesamte Restabfall der Stadt verarbeitet. Rund 85.000 Tonnen davon fallen im Jahr an.

Burghart Hentschel, Geschäftsführer der Stadtreinigung Dresden, und Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) waren dabei, als der Müllwagen seine Fracht in die Anlage kippte. Hentschel nutzte den Anlass, um die Vorzüge der BMA zu preisen. „Aus einer Million Tonnen Abfall konnten wir 540.000 Tonnen Trockenstabilat gewinnen und 35.000 Tonnen Metalle für das Recycling aussortieren. Eine Müllverbrennungsanlage wäre nicht ansatzweise so umweltfreundlich“, sagt Hentschel. Dass man sich Ende der 90er Jahre im Stadtrat gegen eine Müllverbrennungsanlage und für die damals in Deutschland einmalige neue Technologie entschieden hat, sei, so Hentschel, die richtige Entscheidung gewesen.

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André Ziegner liefert die einmillionste Tonne Restabfall in im Hammerweg ab.

Quelle: Hauke Heuer

Der Vorteil der Anlage liegt nicht nur in der Umweltfreundlichkeit, auch die Unterhaltungskosten sind wesentlich geringer. Vattenfall bezahlt pro Tonnen gelieferten Trockenstabilats 90 Euro an die Stadtreinigung. Außerdem kann die Kapazität kleiner ausfallen als bei einer Müllverbrennungsanlage.

Wer sich selber ein Bild von der BMA im Hammerweg machen will, kann am 27. April beim Tag der offenen Tür von 10 bis 16 Uhr einen Blick auf die Anlage werfen. Hier hat man die seltene Möglichkeit, einen Blick auf den größten Müllberg der Stadt zu erhaschen und sich die Funktionsweise der BMA erklären zu lassen.

Hauke Heuer

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