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Dresdens größtes Schaufenster wächst

Dresdens größtes Schaufenster wächst

"Die ersten Ergebnisse sind sichtbar. Sie übertreffen deutlich unsere Erwartungen", sagt Oliver Quint, Prokurist der Corio Deutschland GmbH. Der Manager wirkt nicht nur begeistert - er ist begeistert.

"Es sieht noch viel, viel besser aus als in unserer Visualisierung", sagt er und zeigt auf die Glasfront in der ersten Etage der Centrum Galerie. "Das hier wird Dresdens größtes Schaufenster", verspricht er, "so etwas ist deutschlandweit einmalig." Eine verglaste Front von 100 Metern Länge und 9,50 Metern Höhe. "Ohne sichtbare Pfosten und Riegel. Wenn ich eine Modemarke vertreten würde, ich würde hier unbedingt einen Shop mieten", so Quint. "Hier kann ich mich perfekt präsentieren."

Fast 30 Millionen Euro nimmt der Eigentümer der Centrum Galerie in die Hand, um den schlechten Start der 2009 eröffneten Shoppingmeile vergessen zu machen. Dass die zurückliegenden Jahre alles andere als optimal waren, daran gibt es laut Quint nichts zu deuteln. "Nicht alles, was Architekten toll finden, finden unsere Mieter und die Besucher toll." Kalt und ungemütlich habe die Centrum Galerie gewirkt, die Funktionalität sei eingeschränkt gewesen.

Beispiel gefällig? Früher waren die gastronomischen Angebote im Keller untergebracht. Mit tristem Ausblick für die Besucher. Der neue "Food Court" entsteht in der ersten Etage gegenüber vom größten Schaufenster Dresdens. "Hier hat der Gast einen spektakulären Blick auf die Prager Straße", sagt Quint an der Stelle, an der eigens für die Centrum Galerie entwickelte Möbel aufgestellt werden. Zehn Anbieter werden sich um das leibliche Wohl der Besucher kümmern, kündigt Quint an.

Das Parkett ist schon verlegt auf den Flächen, auf denen die Gäste speisen und sich wohlfühlen sollen. Das ist es, weshalb Corio so viel Geld in die Hand nimmt: Wohlfühlatmosphäre muss her. "Shoppen kann ich auch zu Hause im Internet. Aber Aufenthaltsqualität gibt es nur bei uns", bringt es Quint auf den Punkt, was die "neue" Centrum Galerie bieten soll.

Die Blickachsen im Gebäudeinneren wurden durch den Einbau neuer Brücken geändert, Rolltreppen um 180 Grad gedreht. "Vorher schauten die Besucher auf eine Art Sprungschanze. Jetzt können sie sich im Gebäude orientieren und die Angebote sondieren", so der Prokurist. Die Fahrstühle, die im Moment noch den Media Markt verdecken, rücken an die Seite und geben den Blick in den Raum frei.

Umbau bei laufendem Geschäftsbetrieb - eine Herausforderung, die bisher von den Bauleuten hervorragend gemeistert worden sei, findet Quint. "Die staub- und lärmintensiven Arbeiten werden nachts ausgeführt. Davon sollen die Besucher nichts merken." Die merken dann eher am nächsten Morgen, dass eine neue Zwischendecke eingezogen wurde. Im hinteren Bereich des Erdgeschosses ist ein "Eventbereich" entstanden, auf den sich mit wenigen Handgriffen im Bedarfsfall eine Bühne installieren lässt. "Damit hat unser neuer Center Manager mehr Möglichkeiten für Veranstaltungen im Haus", so Quint.

Das Kellergeschoss werde für den neuen Ankermieter und den Lebensmittelmarkt vorbereitet. Wer einen Großteil der Flächen mieten wird, verrät Quint noch nicht. Nur so viel: Es soll ein Unternehmen aus der Textilbranche sein. Der Name des irischen Anbieters Primark kursierte schon im vergangenen Jahr, doch der Prokurist winkt noch ab: "Wir sind dran. Wenn es so weit ist, teilen wir es mit."

Auch welcher Anbieter Lebensmittel in der Centrum Galerie verkaufen wird, verrät Quint noch nicht. "Der Bedarf für einen Lebensmittelmarkt ist da, deshalb werden wir einen anbieten. Es wird kein Discounter sein, sondern ein Supermarkt." Dafür kämen nur zwei bis drei Anbieter in Frage. Möglicherweise werde es einer sein, der bereits in der näheren Umgebung einen Markt betreibt.

Der Umbau liegt laut dem Corio-Prokuristen im Zeitplan, eröffnen werde die "neue" Centrum Galerie noch deutlich vor dem Weihnachtsgeschäft. "Wir könnten auch im September aufmachen. Aber das wäre ungünstig für unsere Mieter, die aus der Textilbranche kommen. Sie brauchen einigen Vorlauf, um Ware zu bestellen." Nein, sagt Quint, auf böse Überraschungen seien die Bauarbeiter während des Umbaus nicht gestoßen. "In zwei Monaten ist das Gerüst im Erdgeschoss weg. Dann sieht man noch mehr, in welche Richtung es geht. Vom Ergebnis werden nicht nur wir begeistert sein."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.04.2013

Thomas Baumann-Hartwig

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