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Dresdens Wohnungsgenossenschaften investieren mehr - Leerstandsquote ist weiter gesunken

Dresdens Wohnungsgenossenschaften investieren mehr - Leerstandsquote ist weiter gesunken

Das Leben in der Genossenschaft ist gefragt. Die acht Dresdner Wohnungsgenossenschaften erfreuen sich eines großen Zulaufs an neuen Mitgliedern, darunter vielen jungen Familien.

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In 47 neue Wohnungen der WGS an der Kohlenstraße ziehen gerade die letzten Mieter ein. 4,5 Millionen Euro hat der barrierefreie Neubau gekostet.

Quelle: Christian Juppe

Die Leerstandsquote ist weiter gesunken und lag im Jahr 2012 im Schnitt unter zwei Prozent. Ein Grund, verstärkt zu investieren: In diesem Jahr sollen insgesamt 90 Millionen Euro und damit zehn Prozent mehr als 2012 in die Sanierung der Bestände und in neuen Wohnraum gesteckt werden. Das berichteten die Genossenschaftsvorstände, die gestern im Rahmen eines gemeinsamen Treffens Bilanz zogen.

Kaum eine Genossenschaftswohnung bleibe länger als drei Monate unvermietet, für gefragte Lagen gebe es sogar lange Wartelisten, hieß es. "Die große Nachfrage liegt einerseits am Wachstum der Stadt Dresden, aber auch am Bedürfnis der Menschen, ihren Wohnraum sicher zu mieten, ohne dass sie eine unverhältnismäßige Miete oder die Klage des Besitzers auf Eigenbedarf befürchten müssen", erklärte dazu Olaf Brandenburg, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft "Glückauf" Süd Dresden (WGS). Kapazitäten hat dagegen noch die Eisenbahner-Wohnungsbaugenossenschaft (EWG) in Gorbitz: Rund 350 Wohnungen, in erster Linie teil- und unsanierte Plattenbauwohnungen ab 3,20 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter, seien frei, sagte EWG-Vorstand Jürgen Hesse.

Die Mieten bleiben nach Aussage der Vorstände stabil. Sie bewegen sich weiterhin im moderaten Bereich und lagen 2012 je nach Genossenschaft mit durchschnittlich 4,70 Euro bis 5,21 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter nur wenige Cent höher als im Vorjahr.

Deutlich höher mit durchschnittlich 7,50 bis neun Euro je Quadratmeter liegen jedoch die Kaltmieten in neu gebauten Häusern. Durch die einzuhaltenen energetischen Standards und fehlende Fördermittel würden hier die Baukosten in die Höhe getrieben, erklärte Brandenburg. "Ohne Zuschüsse ist ein sozialer Wohnungsbau nicht möglich", fügte Gita Müller von der Wohnungsgenossenschaft Aufbau Dresden (WGA) hinzu.

89,7 Millionen Euro wollen die Wohnungsgenossenschaften in diesem Jahr in ihre Gebäude investieren, mit Schwerpunkt auf Umbau und Modernisierung der Altbestände. Es werden Fassaden erneuert, Wohnungen zusammengelegt, Aufzüge eingebaut. Barrierefreies, altersgerechtes Wohnen bleibt das große Thema. Etwa neun Millionen Euro sind 2013 für Neubauten eingeplant. So errichtet die EWG einen dreigeschossigen Neubau in Gorbitz am Leutewitzer Ring. Nach längerer Pause vergrößert sich auch die Wohnungsgenossenschaft Aufbau Dresden: In diesem und im nächsten Jahr entsteht ein Neubau mit 56 Wohnungen auf der Wallotstraße, wie WGA-Vorstand Gita Müller berichtet. Die Wohnungen, die bereits im Oktober 2014 bezogen werden sollen, seien schon jetzt zum Teil weit überbucht. "Den generell wachsenden Bedarf an Wohnraum in Dresden jedoch werden wir als Genossenschaften auch in Zukunft nicht allein decken können", so Müller.

Die Wohnungsgenossenschaft "Glückauf" Süd Dresden (WGS) beginnt im Frühjahr 2014 mit einem Neubau an der Liebigstraße in der Südvorstadt. Ein Haus an der Muldaer Straße mit47 barrierefreien Wohnungen ist gerade erst bezugsfertig geworden. Für sie hatte es laut Brandenburg über 500 Interessenten gegeben.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.05.2013

Madeleine Arndt

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