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Dresdens Städtische Kliniken behalten Neurochirurgie - Fachgebiet wechselt nach Friedrichstadt

Dresdens Städtische Kliniken behalten Neurochirurgie - Fachgebiet wechselt nach Friedrichstadt

Großer Erfolg für die Städtischen Krankenhäuser: Die Neurochirurgie bleibt dem Klinikverbund erhalten. Das stand lange auf des Messers Schneide. Seit 1992 gibt es eine neurochirurgische Abteilung am Krankenhaus Dresden-Neustadt, doch 2013 sollte sie aus dem Krankenhausbedarfsplan für den Freistaat Sachsen gestrichen werden.

Nach langen, zähen Verhandlungen mit dem Sozialministerium fällt die Abteilung tatsächlich weg. Dafür wird aber eine Klinik für Neurochirurgie am Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt etabliert.

"Mit dem Erhalt der Neurochirurgie wird die Versorgungsqualität der Patientinnen und Patienten aus Dresden und Umgebung aufrechterhalten und ausgebaut", erklärte Jürgen Richter, Verwaltungsdirektor der Städtischen Krankenhäuser, auf Anfrage der DNN. Der Zweite Bürgermeister Detlef Sittel (CDU), in der Stadtverwaltung für die Krankenhäuser zuständig, sagte: "Die Neurochirurgie ist ein wichtiger Bestandteil im strategischen Entwicklungskonzept der Städtischen Krankenhäuser. Der Erhalt der Neurochirurgie ist unabdingbar für eine bedarfsgerechte und leistungsfähige Versorgung für Dresden sowie des Umlandes."

Warum der Wechsel der Neurochirurgie von Neustadt nach Friedrichstadt? "Unser Haus in Friedrichstadt ist als überregionales Traumazentrum zertifiziert und nimmt am Schwerstverletzungsartenverfahren der Unfallversicherer teil", sagte der Verwaltungsdirektor. Die dafür notwendige neurochirurgische Präsenz rund um die Uhr könne ohne Verankerung im Krankenhausplan nicht sichergestellt werden.

Damit die Neurochirurgie die Arbeit in Friedrichstadt aufnehmen könne, müssten laut Richter die Kapazitäten angepasst werden. Die Allgemein- und Intensivpflegekapazitäten sollen in den Häusern C, P und N untergebracht werden. Gerätetechnik und OP-Siebe müssten ergänzt werden. Es sei eine enge Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus Neustadt geplant. Zu den genauen Kosten des Umzugs könne er sich noch nicht äußern, so Richter.

Den Verlust von Arbeitsplätzen durch den Wechsel der Neurochirurgie von Neustadt nach Friedrichstadt schließt Richter aus. "Mit der Verlagerung müssen wir die Organisationsstruktur beider Häuser überarbeiten. Der konkrete standortbezogene Personalbedarf wird erst zu einem späteren Zeitpunkt feststehen." Wie sich der Verlust des Geschäftsfeldes Neurochirurgie auf die Bilanz des ohnehin nicht auf Rosen gebetteten Krankenhauses Neustadt auswirkt, könne derzeit noch nicht beziffert werden, sagte Richter. "Im Vordergrund bei dem Vorhaben steht als allererstes die Patientenversorgung. Außerdem werden wir bei den Auswirkungen die Gesamtheit beider Häuser betrachten."

Die Neurochirurgie gilt als wirtschaftlich besonders lukratives medizinisches Fachgebiet, da die komplexen Operationen für hohe Umsätze sorgen. Ein Verlust der Neurochirurgie hätte den Konsolidierungskurs der derzeit noch defizitären Städtischen Krankenhäuser weit zurückgeworfen. Die Krankenhausverwaltung geht von rund 1400 Fällen pro Jahr und einer mittleren Verweildauer der Patienten von acht bis neun Tagen aus. Die neue neurochirurgische Klinik werde über 35 bis 38 Allgemeinpflegebetten verfügen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.10.2014

Thomas Baumann-Hartwig

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