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Dresdens Stadtgrün: Weniger Arbeiter für mehr Flächen

Dresdens Stadtgrün: Weniger Arbeiter für mehr Flächen

"Entente Florale. Gemeinsam aufblühen" heißt der Bundeswettbewerb, an dem Dresden in diesem Jahr teilnimmt (DNN berichteten). Die grüne Marschrichtung für die Stadt ist damit vor- gegeben.

Von Patricia Arnold und Christin Grödel

Oberbürgermeistern Helma Orosz (CDU) unterstrich dieses Anliegen während des Besuchs der Wettbewerbsjury am 5. Juli mit den Worten: "Uns allen ist es ein Bedürfnis, diese grüne Stadt noch grüner werden zu lassen." Anknüpfen möchte die Landeshauptstadt und mit ihr vor allem das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft an den Erfolg aus dem Jahr 2001, als Dresden mit einer Goldmedaille aus dem Wettbewerb hervorging.

Im Widerspruch dazu steht allerdings die sinkende Zahl der Mitarbeiter, die das Amt für Stadtgrün für immer größer werdende Grünflächen in Dresden einsetzt. Noch im Jahr 1998 waren 124 Fachkräfte für die Pflege von 296 Hektar Grünfläche eingeteilt, 2011 mussten dann nur noch 90 Mitarbeiter die Pflege von 325 Hektar verantworten. In diesem Jahr wurde die Zahl der Grünanlagenpfleger sogar noch einmal dezimiert: lediglich rund 80 Gärtner sind derzeit für 310 Hektar Anlagenfläche innerhalb der Landeshauptstadt verantwortlich.

Die Folge: Erste ungepflegte, verwahrloste und für die "grüne Stadt" Dresden untypische Areale, etwa das Rosenbeet vor dem Schillerdenkmal am Albertplatz, werden offenbar. Ein Zustand, über den sich die Mitarbeiter der Grünanlagenpflege durchaus bewusst sind. "Wir bewegen uns wie die Hamster im Laufrad. Wir tun, was wir können, aber angesichts der Mitarbeiterzahl ist das leider nicht sehr viel", erklärte eine von ihnen, die ihren Namen nicht in dieser Zeitung lesen wollte.

Die Stadtverwaltung indes reagiert auf Anfragen eher wortkarg. Stadtsprecher Karl Schuricht gab lediglich die Auskunft, dass "infolge von Personalkonsolidierungen in den vergangenen Jahren die Mitarbeiterzahlen im Bereich der Pflege städtischer Anlagen reduziert werden mussten." Presseamtskollegin Nora Jantzen ergänzte in der vergangenen Woche, "dass das Rosenbeet am Schillerdenkmal begutachtet wurde und im Laufe der nächsten Woche gepflegt und das Unkraut beseitigt wird." Das ist nun tatsächlich passiert. Das Rosenbeet zeigt sich mittlerweile wieder ohne Unkraut und gibt den Blick frei auf das Denkmal Friedrich Schillers. Inwieweit die DNN-Anfrage daran Anteil hat, sei dahingestellt.

Tatsache bleibt aber, dass das Geld, das die Stadt zur Pflege ihrer Grünanlagen zur Verfügung hat, immer knapper wird. 2009 konnte man noch etwa 900 000 Euro ausgeben, ein Jahr später lag das Budget nur noch bei 850 000 Euro. Über die Höhe der Mittel in diesem Jahr gab die Stadtverwaltung keine Auskunft. Auch Detlef Thiel, Leiter des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft, äußerte sich weder zur personellen noch zur finanziellen Situation.

Viel lieber möchte Thiel die Lan- deshauptstadt an der Spitze des "Entente Florale"-Wettbewerbs sehen. Am 21. August werden die Ergebnisse der Begutachtung, die Anfang Juli durchgeführt wurden, im Rahmen der Abschlussveranstaltung im ZDF-Fernsehgarten vorgestellt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 31.07.2012

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