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Dresdens Kirchen rufen zum Gedenken und zu Widerstand gegen Nazis auf

Dresdens Kirchen rufen zum Gedenken und zu Widerstand gegen Nazis auf

Die Landeskirche Sachsen hat für den 13. Februar in Dresden zahlreiche Aktionen  angekündigt, um der Zerstörung der Stadt zu gedenken und Nazis friedlichen Widerstand entgegenzusetzen.

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Viele Dresdner zieht es am 13. Februar zum Stillen Gedenken an die Frauenkirche. Die Tradition geht auf eine Initiative vom 13. Februar 1982 zurück und ist seither zur Tradition geworden.

Quelle: Dietrich Flechtner

So führt etwa der Dresdner Gedenkweg an verschiedene mit dem Ereignis verbundene Orte  – unter anderem an die Synagoge, wo am 9. November 1938 die Vernichtung der Dresdner Juden seinen Ursprung nahm.  

Dass die teilweise Zerstörung Dresdens vor 68 Jahren ein Teil jenes Krieges war, der einst vom nationalsozialistischen Regime begonnen wurde, soll am Mittwoch mit einer Vielzahl von Andachten, Friedensgebeten und gewaltfreien Aktionen verdeutlicht werden, hieß es am Freitag vonseiten der Landeskirche. Wie in den Jahren zuvor ruft die Kirche zur Teilnahme an der Menschenkette durch die Innenstadt auf, gleichzeitig bieten zahlreiche Gemeinden eigene Veranstaltungen an.  

Die Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche lädt die Dresdner mittlerweile zum vierten Mal seit 2009 zum Dresdner Gedenkweg ein. Dieser startet im Anschluss an die Menschenkette um 18.30 Uhr im Innenhof der Neuen Synagoge am Hasenberg. In anderthalb Stunden führt der Gedenkweg zu verschiedenen Orten, die allesamt auf eigene Weise Bezugspunkte zu den Geschehnissen des 13. Februar aufweisen. An jedem Ort, darunter unter anderem die Skulptur „Großer trauernder Mann“ von Wieland Förster am Georg-Treu-Platz und die Skulptur „Steine des Anstoßes“ an der Kreuzkirche, werden bekannte Dresdner Texte aus den Erinnerungen von Zeitzeugen lesen.  

„An jeder Station können sich die Dresdner beliebig dem Gedenkweg anschließen“, sagt Hans-Joachim Jäger, Vorsitzender der Gesellschaft. Stationen wie die Baustelle der Busmankapelle am ehemaligen Standort der Sophienkirche erinnerten zudem an den späteren Umgang mit den durch den Bombenangriff versehrten Kulturgütern der Stadt. Im Anschluss können die Gäste das Stille Gedenken (14-22 Uhr) am Neumarkt besuchen. Bereits am Abend zuvor lädt die Frauenkirche ab 18 Uhr zu einer Andacht mit Zeitzeugen ein.  

Um 14.30 Uhr lädt die Evangelische Kirche gemeinsam mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zur Gedenkfeier auf den Johannisfriedhof ein. Mit einer Zeremonie werden dort 30 Opfer der Bombenangriffe beigesetzt, die im vergangenen Jahr bei Bauarbeiten am Wettiner Platz geborgen worden waren. Um 19 Uhr findet in der Kreuzkirche ein Konzert unter anderem mit dem Dresden-Requiem „Wie liegt die Stadt so wüst“ von Rudolf Mauersberger statt, in der Trinitatiskirchruine liest ab 19.45 Uhr die Zeitzeugin Lucie Haase aus ihren Erinnerungen an das brennende Dresden. Der Ökumenische Friedensgottesdienst in der Kathedrale am Schloßplatz rundet ab 20.30 Uhr das kirchliche Rahmenprogramm ab.  

Das volle Veranstaltungsprogramm zum 13. Februar kann unter anderem hier eingesehen werden.

Jane Jannke

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