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Dresdener Nachtskaten geht am 24. April wieder los - Veranstaltung findet nur alle zwei Wochen statt

Dresdener Nachtskaten geht am 24. April wieder los - Veranstaltung findet nur alle zwei Wochen statt

"Die Nachricht ist, dass es uns weiterhin gibt", sagt Barbara Lässig, Mitorganisatorin des Dresdner Nachtskatens. Und mit ernsten Blick fügt sie hinzu: "Das ist alles andere als selbstverständlich.

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Rund 2000 Menschen beteiligen sich im Schnitt am Dresdner Nachtskaten.

Quelle: Flechtner/Archiv

" Viele Steine lagen im vergangenen Jahr im Weg des traditionellen, nächtlichen Sport-Großereignisses auf Plastikrollen. Doch wie so oft beim Skaten brachten die Stolperfallen die Macher nur kurz ins Straucheln. Vielleicht fielen sie auch auf die Nase - aber wenn, dann nur, um gleich im Anschluss wieder aufzustehen und weiterzurollen.

Im vergangenen Jahr forderte das Finanzamt Nachzahlungen in Höhe von rund 14 000 Euro vom Förderverein Dresden skatet e.V. Auch die Sachspenden der Sponsoren hätten in den Vorjahren versteuert werden müssen. "Wir wurden vom Finanzamt ganz übel geknechtet", beklagte sich Lässig, die damals noch für die FDP im Stadtrat saß. Aus Kostengründen fand das nächtliche Massen-skaten fortan nur noch jeden zweiten Freitag statt.

Auch in diesem Jahr rollen die Skates nur alle 14 Tage durch Dresden. Neun Veranstaltungen soll es geben. Der Grund: Die Polizei sehe sich aufgrund der wöchentlich stattfindenden Pegida-Demonstrationen und Gegenveranstaltungen nicht in der Lage, das Nachtskaten wöchentlich abzusichern, referiert Lässig. "Wir befinden uns in Gesprächen mit der Polizei - die Zusammenarbeit ist gut. Allerdings müssen wir aufpassen, dass das Nachtskaten wegen der äußeren Umstände langfristig nicht immer weiter schrumpft." Wie in jedem Jahr hoffen die Veranstalter, als "Sahnehäubchen" ein bis zwei zusätzliche Termine am Saisonende durchführen zu können. Ob es dazu kommt, hänge allerdings davon ab, ob genug Geld zur Verfügung steht und die Polizei mitspielt, erklärt die "Skatermutter".

Doch zunächst steht der Saisonstart auf dem Programm. "Das erste Nacht- skaten wird am 24. April stattfinden. Wir befinden uns derzeit mitten in der Planungsphase und werden die Öffentlichkeit rechtzeitig informieren", sagt Lässig, die hofft, dass Petrus den Skatern zugeneigt ist: "2014 war es tagsüber oft bewölkt. Das hat viele Teilnehmer abgeschreckt." 15 600 Menschen besuchten das Nachtskaten insgesamt. In diesem Jahr sollen es möglichst mehr werden.

Der traditionelle Treffpunkt der Skater bleibt die Halfpipe am Pirnaischen Platz unweit des Robotron-Geländes. Der Ort ist bewusst gewählt, denn der Förderverein betreibt diesen Teil der Skateranlage seit etwa zehn Jahren. Die Halfpipe gehört Vereinsmitglied Dirk Müller, der an der "Großenhainer" das Intersport-Geschäft in der Mälzerei betreibt. Das Problem: Auch eine Halfpipe geht einmal kaputt und muss repariert werden. "Wir streben eine Partnerschaft mit dem Zoo an, der an der Halfpipe werben will, um aus diesen Mitteln auch den Unterhalt der Anlage zu finanzieren", sagt Lässig und fügt hinzu: "In den vergangenen Jahren mussten wir immer wieder finanziell einspringen - mit Geld, das wir eigentlich nicht haben." Wenn es keine Vereinbarung mit dem Grünflächenamt gäbe, das sich um die Pflege der Anlage kümmere, könnte der Verein den Unterhalt gar nicht stemmen.

Jetzt wendet sich die ehemalige Stadträtin an ihre alten Kollegen, aber auch an die Stadtverwaltung, und fordert Unterstützung für Dresdens Skater ein: "Hier muss ein anderer Ansatz gefunden werden." Beispielsweise könnte Müller der Stadt das Objekt schenken, die in der Folge den Unterhalt übernimmt, schlägt Lässig vor. Die Halfpipe sei wichtig für die Jugend in Dresden. Allerdings verschlinge die Organisation des Nachtskatens rund 40 000 Euro im Jahr und die müssten erst einmal aufgebracht werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.03.2015

Hauke Heuer

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