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Dresden zeigt sich als Europas Zentrum für 3D-Druck und Brennstoffzellen

Dresdner Know-how auf der Hannover Messe Dresden zeigt sich als Europas Zentrum für 3D-Druck und Brennstoffzellen

Wenn vom 25. bis 29. April 5200 Aussteller aus 35 Ländern auf der Hannover Messe neueste Trends und Innovationen für die Industrie präsentieren, sind auch mehr als 100 Aussteller aus Sachsen dabei – darunter 36 aus Dresden.

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Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Wenn vom 25. bis 29. April 5200 Aussteller aus 35 Ländern auf der Hannover Messe neueste Trends und Innovationen für die Industrie präsentieren, sind auch mehr als 100 Aussteller aus Sachsen dabei – darunter 36 aus Dresden. Die Landeshauptstadt will sich auf der weltweit wichtigsten Industriemesse vor allem als Europas Zentrum für den 3D-Druck und die Brennstoffzellentechnologie ins Bewusstsein der Fachwelt rücken. Beide Technologien seien auch im diesjährigen Partnerland USA stark gefragt, sagte Andrej Gross, Repräsentant der Deutschen Messe AG für Ostdeutschland und Berlin, gestern in Dresden.

Die Hannover Messe werde unter dem Leitthema „Integrierte Industrie“ den gegenwärtigen Technologiesprung durch digital vernetzte Fertigungsanlagen und neuartige Produktionsverfahren erlebbar machen, kündigte Gross an. Dazu zähle auch „Agent 3D“, Europas führender Cluster für den 3D-Druck. Der Zusammenschluss von mehr als 100 Partnern aus Wissenschaft und Industrie – darunter Siemens, Rolls Royce und Airbus – wird in Dresden koordiniert. Ziel sei es, den 3D-Druck in die industrielle Breitenanwendung zu bringen, sagte Prof. Andreas Leson, stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS). Im Gegensatz zur heutigen Massenproduktion durch Gießen, Zerspanen oder Umformen gehöre die Zukunft einer hochkomplexen individualisierten Produktion und Bauteilen mit komplett neuen Formen und Funktionalitäten, die mit heute üblichen Verfahren überhaupt nicht herstellbar wären.

Um zukunftsfähig zu bleiben, sei die Industrieproduktion auch auf effiziente Energietechnologien angewiesen, erklärte Lukas Rohleder, Geschäftsführer des sächsischen Branchenverbandes Energy Saxony. Dresdner Forschungseinrichtungen und Unternehmen seien im Bereich der Brennstoffzellen-Technologie europaweit führend. In Hannover präsentieren mehrere Dresdner Fraunhofer-Institute ihre Ergebnisse aus bis zu 20 Jahren Forschung zur Brennstoffzellen, denen Energy Saxony wegen ihres dezentralen Wandlungs- und Speicherkonzepts großes Zukunftspotenzial bescheinigt. Die Dresdner Experten der Fuelcell Energy Solutions GmbH (FCES) stellen auf der Messe Europas erstes Brennstoffzellen-Kraftwerk der Megawatt-Klasse vor. „Mit einer Nennleistung von 1,4 MW werden bei der Friatec AG in Mannheim ab Sommer 2016 jährlich rund 11,2 Gigawattsunden Strom und rund 6000 Megawattstunden Wärmeenergie aus Erdgas erzeugt“, kündigte Rohleder an.

Das Dresden zwar als Europas bedeutendster Mikroelektronikstandort weltweit bekannt, die nationale und internationale Sichtbarkeit der Technologieführerschaft in anderen Bereichen jedoch verbesserungsbedürftig sei, nannte Robert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung, als Grund für die Themensetzung des diesjährigen Messeauftritts. Prof. Hubert Jäger, Vorstand des Institus für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden, wies erneut auf ein weiteres Problem hin: „Wir machen hier eine Spitzenforschung. Das Geld damit verdienen später andere.“ Dresden fehle es an Industrieansiedlungen, die die Forschungergebnisse nutzen. Grund sei die Verkehrsanbindung Jäger forderte deshalb den Ausbau der Landeshauptstadt zu einem Mittelstrecken-Drehkreuz mit Verbindung nach Polen, Tschechien und Berlin.

Von Holger Grigutsch

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