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Dresden zahlt nicht mehr für "Mitteldeutschland"

Dresden zahlt nicht mehr für "Mitteldeutschland"

Bei der Trennung droht Krach: Die Stadt Dresden will den Mitgliedsbeitrag für die Initiative "Metropolregion Mitteldeutschland" in diesem Jahr nicht mehr bezahlen.

Das bestätigte Dresdens Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert auf DNN-Anfrage. "Wir haben unsere Mitgliedschaft Ende 2012 als ruhend eingestuft", erklärte der FDP-Politiker. Der Austritt erfolgt formal zum Ende dieses Jahres.

Bundesweit gibt es rund ein Dutzend Metropolregionen. Städte und Landkreise wollen mit diesen Zusammenschlüssen vor allem im internationalen Standortwettbewerb ihre Wahrnehmbarkeit erhöhen. Es geht um das Anwerben von Fachkräften, Investoren, Touristen und nicht zuletzt den Fördermitteln der Europäischen Union. Die "Metropolregion Mitteldeutschland" - unter anderen mit den Städten Leipzig, Halle, Jena, Magdeburg und Chemnitz dümpelt bislang mehr oder weniger dahin. Magdeburg und Dresden wollen inzwischen austreten, vor allem weil sich die Initiative immer stärker auf Leipzig fokusiert. In Chemnitz war zuletzt die Skepsis groß. Bei eine Anhörung im Landtag sahen Experten in einer Trennung vor allem Chancen. Die Messestadt an der Pleiße und die sächsischen Landeshauptstadt könnten eigenständig eine bessere Rolle zur Stärkung ihrer Regionen einnehmen. Dresden zahlte bislang für die Mitgliedschaft im Jahr etwa 60 000 Euro, alle Beiträge zusammen beliefen sich für die Metropolregion auf etwa 270 000 Euro im Jahr. Damit wurden beispielsweise ein Wirtschaftsführer und ein Kulturatlas auf den Weg gebracht.

"Wir haben in diesem Jahr an keinerlei Aktivitäten teilgenommen", bekräftigt Hilbert seine Auffassung, dass der Beitrag nicht mehr fällig wird. Künftig will Dresden die Zusammenarbeit mit seinem Umland verstärken, in der bereits existierenden Euro-Region Elbe/Labe könnte dies sogar grenzüberschreitend institutionalisiert werden und Netzwerk-Nerv der EU treffen. Dabei sei auch eine Kooperation mit Chemnitz "ökonomisch interessant". "Wir sind technologisch eine Region mit der Wirtschaft und den Forschungsinstituten auch in Freiberg", erklärte Hilbert. Juristische Konsequenzen fürchtet er nicht. Die Metropolregion sei bislang keine rechtliche Einheit. Eine Vereinsgründung beispielsweise ist bislang nicht zustande gekommen. Ingolf Pleil

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.10.2013

Pleil, Ingolf

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