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Dresden will Todeskreuzung in der Neustadt entschärfen

Nach Tod von Radfahrerin Dresden will Todeskreuzung in der Neustadt entschärfen

Die Stadt will die Kreuzung Bautzner Straße/Rothenburger Straße/Hoyerswerdaer Straße sicherer machen. Dort wurde im Februar bei einem Unfall eine Radfahrerin so schwer verletzt, dass sie später im Krankenhaus starb. Nun plant die Stadt einen Umbau an der Kreuzung.

Ein weißes Fahrrad an der Kreuzung Bautzner/Rothenburger Straße erinnert an die Radlerin, die von einem Lastwagen angefahren und tödlich verletzt wurde.
 

Quelle: Hauke Heuer

Dresden.  Die Stadt reagiert auf den schweren Unfall vom 8. Februar in der Neustadt, der das Leben einer 26-jährigen Radfahrerin gekostet hat, und baut die Gefahrenstelle um. Es geht um die Kreuzung Bautzner Straße/Rothenburger Straße/Hoyerswerdaer Straße. Dort soll jetzt die Bordsteinkante versetzt werden, so dass Radfahrer künftig in die „Kleine Bautzner“ hineinfahren können, ohne zuvor die Auto-Fahrspur der Bautzner Straße in Richtung Albertplatz zu nutzen. Das teilte die Stadtverwaltung mit.

„Nach dem tragischen Fahrradunfall haben wir geprüft, wie wir kurzfristig mehr Sicherheit für Radfahrer schaffen können“, sagte Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain. Mitarbeiter seines Amtes waren im Februar direkt angegriffen worden, Aktivisten hängten unter anderem ein Plakat mit dem Porträt von Straßenbau-Amtsleiter Reinhard Koettnitz auf und machten ihn mitverantwortlich für den Tod der Radfahrerin. Laut dem Baubürgermeister wurden Alternativen gesucht für den künftigen Verlauf des Radwegs in Richtung Bautzner, der derzeit an der „Rothenburger“ endet.

Die jetzt ins Auge gefasste Zwischenlösung könne künftig weitergenutzt werden, versicherte Schmidt-Lamontain. Demnach wird der Bordstein zwischen der „Rothenburger“ und der Einfahrt zur „Kleinen Bautzner“ um zwei Meter in Richtung Häuserfront versetzt. Außerdem wird ein Abspannmast für den Fahrdraht der Straßenbahn versetzt. Ist das erledigt, sollen Radfahrer, die von Osten kommen, vom vorhandenen Radweg aus geradewegs in die „Kleine Bautzner“ fahren können. Parallel dazu ist aber auch erlaubt, dass sie auf der Autospur der „Bautzner“ in Richtung Albertplatz fahren.

Derzeit plant das Straßen- und Tiefbauamt den Umbau. Wann er kommt und was er kostet, ist noch offen.

ADFC lobt Schmidt-Lamontain

Der ADFC Dresden begrüßte die schnelle Reaktion des Baubürgermeisters Schmidt-Lamontain. Nachdem nach dem Unfall zunächst „die übliche Reaktion“ aus der Verwaltung gekommen sei – großes Bedauern, aber Ablehnung einer schnellen baulichen Veränderung –, habe das energische Eingreifen des Baubürgermeisters zu einer Wende geführt, sagte Nils Larsen, Vorstandsmitglied des ADFC Dresden. Der Verein habe die Stadtverwaltung zuvor seit über zwei Jahren wiederholt auf die Gefahrenstelle an der Kreuzung Bautzner/Rothenburger Straße hingewiesen.

Von Christoph Springer/ttr

Dresden, Rothenburger Straße 51.063018 13.751705
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