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Dresden will 4,27 Millionen zusätzlich ins Kraftwerk Mitte investieren

Dresden will 4,27 Millionen zusätzlich ins Kraftwerk Mitte investieren

4,27 Millionen Euro. Kein Pappenstiel in Zeiten knapper Kassen. So viel könnte die Gestaltung der Außenanlagen inclusive Lichtkonzept im Kraftwerk Mitte kosten.

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Mehr als ein Theater: So stellen sich die Planer die Außenanlagen im Kraftwerk Mitte vor. Die Finanzierung ist noch ungewiss.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden

Könnte, weil das Geld in der Bausumme von rund 97 Millionen Euro für die Spielstätten von Staatsoperette und Theater Junge Generation nicht enthalten ist. Da wird mit schlappen 200 000 Euro für die Außenanlagen geplant.

In einer Vorlage an den Stadtrat erklärt Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU), wieso die Stadt jetzt nach den Sternen greifen will: Die Bundesregierung hat ein Programm aufgelegt, mit dem "Investitionen in nationale Projekte des Städtebaus" gefördert werden sollen. 50 Millionen Euro stellt Berlin dafür zur Verfügung. Die OB geht davon aus, dass das Kraftwerk Mitte ein nationales Projekt des Städtebaus ist und will deshalb Mittel aus dem Bundesprogramm beantragen.

Der Haken: Zwei Drittel der Gesamtsumme werden gefördert, ein Drittel muss die Stadt ale Eigenanteil zur Verfügung stellen. Das sind dann mal eben 1,4 Millionen Euro, mithin 1,2 Millionen Euro mehr als der straffe Finanzplan für das Kraftwerk Mitte vorsieht.

Woher dieses Geld kommen soll, ist völlig offen. Baubürgermeister Jörn Marx (CDU) hat schon mal die Hände gehoben und erklärt: "Von mir nicht!" Sein Stadtplanungsamt habe wesentlich mehr Mittel beantragt, als von Kämmerer Hartmut Vorjohann (CDU) berücksichtigt worden seien. Was heißt: Wenn die Stadträte schicke Außenanlagen und eine moderne Beleuchtung für das Kraftwerk Mitte haben wollen, dann müssen sie Geld finden im Haushalt. "Sollte dies nicht gelingen, muss der Förderantrag zurückgezogen werden", heißt es in der Vorlage der OB.

Wenn denn aber die 1,2 Millionen aufgetrieben werden, dann wird das Kraftwerk Mitte ein Schmuckstück. Die groben Planungen für die Außenanlagen sehen Wasserfontänen, Bäume und historische Mauern vor, auch die Gleisanlagen auf dem Kraftwerksgelände sollen restauriert werden. Denkmalgerechtes Natursteinpflaster soll zum Einsatz kommen, das Beleuchtungskonzept verspricht ein Höchstmaß an Innovation: "LichtWerk Dresden-Mitte" ist der Arbeitstitel für die Lichtarchitektur, die nicht nur die Spielstätten selbst, sondern auch die Eingangsbereiche zu der Kulturmeile optisch hervorheben soll. Das ist nicht nur Luxus, heißt es in der Vorlage, sondern senkt auch die Betriebskosten. Es würden nämlich energiesparende Lichtquellen verwendet werden.

Falls das Projekt tatsächlich finanziert werden kann, dann soll es 2017 und 2018 gebaut werden. Die Spielstätten sollen bereits Ende 2016 in Betrieb gehen. Was heißt: Die Besucher müssten sich zunächst über eine Baustelle den Weg ins Theater bahnen. Die Alternative wäre ein Dauerprovisorium.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.10.2014

Thomas Baumann-Hartwig

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