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Dresden verweigert sich dem Sachsen-Ticket der Deutschen Bahn

Dresden verweigert sich dem Sachsen-Ticket der Deutschen Bahn

Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) lehnen das preisvergünstigte Sachsen-Ticket der Deutschen Bahn AG für ihr Einzugsgebiet ab. Das sagte gestern der Leiter des Verkehrsbetriebs DB Regio Südostsachsen, Klaus-Dieter Martini.

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Quelle: Archiv

Dresden . Dresden (DNN/tbh). Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) lehnen das preisvergünstigte Sachsen-Ticket der Deutschen Bahn AG für ihr Einzugsgebiet ab. Das sagte gestern der Leiter des Verkehrsbetriebs DB Regio Südostsachsen, Klaus-Dieter Martini. Der Bahn-Manager sprach von einer "Verweigerungshaltung". "Wir sind mit den großen Gelben nicht zusammengekommen. Wir haben den DVB mehrere Vorschläge unterbreitet. Aber die Verantwortlichen befürchten Einnahmeausfälle und wollen nicht mitziehen", so Martini.

Jan Bleis, bei den DVB Centermanager für Verkehrsmanagement und Marketing, erklärte gegenüber den DNN, das Dresdner Nahverkehrsunternehmen lehne das Sachsen-Ticket der Bahn nicht prinzipiell ab. "Das einzige, worüber wir uns mit DB Regio nicht einig werden konnten, ist der Erlösanteil, der an uns abgetreten wird."

Laut Bleis sei die Zahl derjenigen Fahrgäste, die mit dem kostengünstigen Ticket per Bahn zu einem Besuch in die Landeshauptstadt reisen würden, wesentlich höher als die Zahl der Dresdner, die per Sachsen-Ticket in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verreisen. "Wenn wir das Ticket in unserem Einzugsgebiet als Fahrkarte akzeptieren würden, gehen uns Einnahmen in Größenordnungen verloren, weil sich die Dresden-Besucher keine Tageskarte mehr kaufen müssen. Dafür wollen wir von der Bahn einen finanziellen Ausgleich. Das muss kostenneutral für uns abgewickelt werden."

Es habe mehrere Gespräche mit DB Regio gegeben, zu einer akzeptablen Lösung sei es aber nicht gekommen, so Bleis. "Seit geraumer Zeit wurde aber nicht mehr über dieses Thema verhandelt. Deshalb überraschen mich die Äußerungen von Herrn Martini zum jetzigen Zeitpunkt."

Mit dem Fahrplanwechsel zum 11. Dezember gelten laut Martini neue Konditionen für das Sachsen-Ticket. Der Preis richte sich nun nach der Anzahl der Mitfahrenden. So werde das Angebot noch familienfreundlicher. Laut Bleis liege in dem niedrigen Preis aber auch das Problem bei den Verhandlungen mit DB Regio: "Das Ticket ist ja wirklich sehr günstig, da bleibt unter dem Strich nicht viel hängen. Es ist aber nicht unsere Aufgabe, die Angebote anderer Nahverkehrsbetriebe zu subventionieren."

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