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Dresden und das Stahlherz von Mähren - die Partnerstadt Ostrava

Dresden und das Stahlherz von Mähren - die Partnerstadt Ostrava

Dresden hat offiziell 13 Partnerstädte in der ganzen Welt. In einer losen Serie stellen wir Ihnen derzeit jede einzeln vor. Heute reisen wir in die drittgrößte Stadt Tschechiens, nach Ostrava in die einstige Markgrafschaft Mähren.

Die 1971 geknüpfte Städtepartnerschaft mit Dresden lebt vor allem auf sportlichem Gebiet.

Die Ursprünge von Ostrava reichen wie die seiner sächsischen Partnerstadt bis ins 13. Jahrhundert zurück. Mitten an dem sagenumwobenen Bernsteinweg gelegen, der Hauptverbindung der Kaufleute zwischen der Ostsee und dem Mittelmeer, entwickelte sich die Stadt schon im Mittelalter zu einem kleinen Handelszentrum. Wirkliche Bedeutung erlangte Ostrava jedoch erst nach dem Ende des Siebenjährigen Krieges. Denn ab 1763 wurde mit dem intensiven Abbau der Steinkohleflöze begonnen und die ersten Eisenhüttenwerke entstanden, die später von den berühmten Rothschilds übernommen wurden. Im 19. Jahrhundert zählte Ostrava zu den bedeutendsten Industriezentren der Habsburger-Monarchie, die Stadt war das so genannte "Stahlherz".

Doch Ressourcen sind endlich und waren bald nicht mehr lukrativ und nach der Wende musste sich Dresdens tschechische Partnerstadt komplett neu erfinden. Ganze Industriegebiete machten auf der einen Seite dicht, gleichzeitig entwickelten sich das Bankenwesen und der Dienstleistungssektor zu den neuen Standbeinen von Ostrava.

Verfallene, graue Häuser findet man im Zentrum der Stadt so gut wie keine mehr. Die meisten Gebäude wurden in den vergangenen Jahren aufwendig restauriert. Das mit Abstand älteste Bauwerk Ostravas ist die Wenzelskirche aus dem 13. Jahrhundert, die aber im Laufe der Geschichte mehrmals umgebaut wurde. Nicht entgehen lassen sollten sich Touristen einen Rundgang über den Masaryk-Platz mit dem Alten Rathaus und seinen hübschen Bürgerhäusern. Ebenso lohnenswert ist ein Besuch des Opernhauses der Stadt. Benannt wurde das 1907 eröffnete Antonín-Dvorák-Theater nach dem gleichnamigen böhmischen Komponisten.Nachteulen anderer Couleur bevorzugen vermutlich einen Bummel über die "Stodolni". Die zahlreichen Clubs, Restaurants und Bars entlang der Straße erinnern sehr an das Flair des Dresdner Szeneviertels Neustadt.

Die Partnerschaft mit Ostrava wird wie schon eingangs erwähnt vor allem durch die Sportvereine beider Städte mit Leben erfüllt. So treffen sich beispielsweise im Mai behinderte Sportler zu einem gegenseitigen Wettkampf, der seit 1973 vorrangig in Disziplinen der Leichtathletik ausgetragen wird. Zudem beteiligte sich die Stadt Ostrava am Wiederaufbau der beim jüngsten Hochwasser zerstörten Sportanlage Salzburger Straße mit einer Spende über 10 000 Euro. Im Gegenzug unterstützt der Dresdner Kammerchor ein Musikprojekt im Rahmen des St.-Wenzeslau-Festivals in Ostrava.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.02.2014

Christoph Stephan

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