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Dresden spart durch Kita-Streik täglich bis zu 75 000 Euro

Dresden spart durch Kita-Streik täglich bis zu 75 000 Euro

Die Streiks in Dresden gehen weiter. Die Gewerkschaften wollen damit die kommunalen Arbeitgeber zu einem Angebot für die Aufwertung sozialer Berufe bewegen.

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Erzieherinnen und Erzieher in kommunalen Kindertagesstätten sind zu unbefristeten Streiks aufgerufen.

Quelle: Carsten Rehder/Archiv

Die Städte und Gemeinden sparen jedoch mit jedem Streiktag bares Geld. Verdi hofft auf moralischen und politischen Druck – auch durch die Eltern. Die Gewerkschaften haben für den 18. und 19. Mai zu weiteren ganztägigen Streiks aufgerufen, bestätigte gestern Antje Drescher, bei der Diensteistungsgewerkschaft Verdi für die Kitas in der Region Dresden zuständig, gegenüber den DNN. In den städtischen Kitas und Horten in Dresden und Freital soll die Arbeit wieder niedergelegt werden, am Dienstag wollen die Beschäftigten zu einer Großkundgebung nach Leipzig reisen.

Von 168 Kindertageseinrichtungen und zehn Außenstellen in Dresden mussten am Dienstag 42 Einrichtungen geschlossen bleiben, weniger als an den Vortagen. 136 Einrichtungen konnten laut Stadt ganz oder teilweise öffnen. Am Ausstand beteiligten sich Dienstag rund 750 Mitarbeiter, am Montag waren es 1000 und am Freitag 1100. Für diese Mitarbeiter muss die Stadt an den Streiktagen kein Gehalt zahlen. Für Mitglieder übernehmen dies die Gewerkschaften, wer nicht organisiert ist, geht leer aus.

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Die Gewerkschaften Verdi und GEW sowie der Beamtenbund dbb fordern im Tarifkonflikt eine höhere Eingruppierung der bundesweit rund 240.000 Beschäftigten.

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Wie die Stadt auf DNN-Anfrage mitteilte, entfielen bei den Warnstreiks Anfang April für 800 beteiligte Mitarbeiter pro Tag 60.000 Euro Gehaltszahlungen. Hochgerechnet auf 1000 Mitarbeiter wären das für die drei Streiktage jetzt jeweils 75.000 Euro. Die Stadt rechnet dem 30.000 Euro höheren Verwaltungsaufwand für andere Mitarbeiter entgegen. Sollte unter dem Strich ein „Plus“ auftreten, würde dies beim Kita-Eigenbetrieb verbleiben und somit indirekt den Kindern und Eltern wieder zu Gute kommen, hieß es. Eine Rückerstattung von Elternbeiträgen sei durch die Beitragssatzungen bei Arbeitskampf ausgeschlossen (DNN berichteten).

Verdi-Vertreterin Drescher hofft, dass sich die Stadt möglicherweise doch dazu entschließt. Eine entsprechende Entscheidung könnte der Stadtrat treffen, sagte sie unter Verweis auf ähnliche Schritte in Zwickau oder die Kulanzregelung in Leipzig beispielsweise.

Der Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen wird an den nächsten Streiktagen wieder über das Internet zur voraussichtlichen Öffnung von kommunalen Horten und Kitas informieren. Erste Informationen dürften bereits am 13. Mai 2015 ab 16 Uhr auf www.dresden.de/kitas-streik bereitstehen. Die Betriebsleiterin des Eigenbetriebes Kindertageseinrichtungen, Sabine Bibas, bedauert, dass der Arbeitskampf unvermittelt fortgeführt wird.

Ingolf Pleil

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