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Dresden plant Erweiterung des Messegeländes im Ostragehege

Dresden plant Erweiterung des Messegeländes im Ostragehege

Um mehr Tagungen und Messen anzulocken und Dresden auch attraktiver für größere Veranstaltungen dieser Art zu machen, erwägt Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) eine Erweiterung des Messe-Areals auf dem Ostra-Gelände.

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Die neue Halle soll voraussichtlich zwischen dem Wendekreis der Messeallee und den heutigen Messehallen entstehen.

Quelle: Jürgen M. Schulter

Zur Debatte stehe ein Neubau hinter den jetzigen Messehallen, der eine Ausstellungshalle mit Lagerflächen und einem Parkhaus kombiniere, sagte Hilbert. Er rechne mit Kosten um die acht Millionen Euro.

"Möglicherweise kann die Messe diese Investition sogar selbst, also ohne städtische Mittel, finanzieren", meint der Bürgermeister. Denn die Betreibergesellschaft stehe auf soliden Füßen, die Messe sei gut ausgelastet und es gebe gute Chancen, dass Dresden in den nächsten Jahren weitere Großveranstaltungen akquirieren könne.

Mit der internationalen Mikroelektronik-Messe "Semicon Europe" (10 000 Besucher erwartet) sowie dem Neurologenkongress (5500 Besucher) und dem Urologenkongress (6000 bis 7000 Besucher) hat die Messe Dresden GmbH für den Herbst bereits drei Großveranstaltungen auf der Agenda. Außerdem stehen zahlreiche kleinere Messen von eher regionaler Bedeutung an - darunter die neue Messe "Herbst + Winter" im Oktober mit einer "Lego-Spielwelt", von der sich die Betreibergesellschaft einen Publikumsmagneten erhofft. Auch die vom geschlossenen Kulturpalast verlagerten Musikveranstaltungen verbessern derzeit die Messe-Auslastung.

Vor allem um die Veranstaltungen mit nationaler oder internationaler Ausstrahlung zu gewinnen oder gar neue davon an Land zu ziehen, ist eine 1a-Infrastruktur unabdingbar. Das hat seinerzeit der Verlust der Supercomputer-Konferenz deutlich gezeigt. Dazu gehören Verkehrsanbindung (die sich inzwischen durch den Straßenbahn-Anschluss verbessert hat), genug Parkplätze und - gerade für kombinierte Tagungsmessen mit eigenem Ausstellungsteil wie bei der Semicon - genug Zwischenlager. Insofern erscheint der geplante Anbau durchaus sinnvoll.

Vor allem um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert galt Dresden in Deutschland als wichtiger Messe- und Ausstellungsstandort. Erinnert sei beispielsweise an die 1. Internationale Gartenbauausstellung 1887 oder die 1. Internationale Hygieneausstellung 1911. Das nach dem II. Weltkrieg eingerichtete Messegelände am Fucikplatz (heute: Straßburger Platz) verlor allerdings nie seinen provisorischen Charakter und gewann keine internationale Bedeutung. Die Ansiedlung der Gläsernen VW-Manufaktur erzwang 1999 einen Umzug ins Ostragehege, wo die ehemaligen Erlwein-Schlachthöfe zum Messegelände umgebaut wurden. 2011 folgte für sechs Millionen Euro die Sanierung des Röschenhofes und der Anbau eines Tagungszentrums, um im Großtagungs-Geschäft weiter mitspielen zu können. Inzwischen verfügt die Messe Dresden über reichlich 16 000 Quadratmeter Netto-Ausstellungsfläche in vier Hallen, 20 spezielle Tagungsräume und etwa 2500 Parkplätze.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.07.2013

Heiko Weckbrodt

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