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Dresden nimmt 3,4 Millionen Euro aus Knöllchen ein

Schlechte Zeiten für Falschparker Dresden nimmt 3,4 Millionen Euro aus Knöllchen ein

Auf Falschparker ist Verlass. Die Einnahmen aus Knöllchen, aber auch Verstößen bei Umweltplakette und TÜV sprudeln auch in diesem Jahr. Bis Ende November standen in Dresden mehr als 236.000 Anzeigen aus dem Ruhenden Verkehr zu Buche, durch die rund 3,4 Millionen Euro ins Stadtsäckel flossen.

Nachlässigkeit von Fahrzeughaltern und Falschparkern zahlt sich für Sachsens Kommunen auch in diesem Jahr aus.

Quelle: Archiv

Dresden. Nachlässigkeit von Fahrzeughaltern und Falschparkern zahlt sich für Sachsens Kommunen auch in diesem Jahr aus. In den Großstädten bewegt sich die Einnahmenbilanz aus Knöllchen oder Verstößen gegen TÜV- und Umweltvorgaben zumeist auf Vorjahresniveau. Die Landeshauptstadt Dresden lag Ende November bei knapp 90 Prozent der Anzeigen von 2014 im sogenannten Ruhenden Verkehr und bei knapp 95 Prozent der Einnahmen.

In Leipzig wurden nach Angaben der Stadtverwaltung sogar mehr Falschparker zur Kasse gebeten als im Vorjahr, in Chemnitz indes waren es weniger.  In Leipzig wurden bis Mitte Dezember 234.727 Halt- und Parkverstöße registriert und damit schon fast 17.000 mehr als im gesamten Vorjahr. 2014 waren die Einnahmen aus Verstößen im Ruhenden Verkehr - dazu zählen auch fehlende Hauptuntersuchung oder Umweltplakette - auf über vier Millionen Euro gestiegen, nachdem ein neuer Bußgeldkatalog mit verschärften Regelungen in Kraft getreten war. Damit hatten sich auch in anderen Kommunen die Erlöse erhöht und die Zahl der Anzeigen gegenüber 2013 zugenommen.

Bis Ende November standen in Dresden mehr als 236.000 Anzeigen aus dem Ruhenden Verkehr zu Buche, durch die rund 3,4 Millionen Euro ins Stadtsäckel flossen. Im Jahr zuvor nahm das Ordnungsamt knapp vier Millionen Euro ein - bei mehr als 263.500 Anzeigen. Die Zahl der registrierten Falschparker schwanke im Stadtgebiet, wie eine Sprecherin sagte. Die meisten Parkverstöße würden am Jahresende in der Innenstadt erfasst - wegen des Weihnachtsgeschäfts. Am häufigsten werden in der Elbestadt zudem Knöllchen für Wagen verteilt, die auf dem Gehweg parken, das eingeschränkte Halteverbot ignorieren oder gar keinen Parkschein haben. „Hinter jedem liegt ein Verstoß gegen geltendes Recht“, betonte eine Sprecherin. Damit würden zudem Ordnung und Sicherheit im öffentlichen Straßenverkehr beeinträchtigt.

In Chemnitz konnte jeweils an den Wochenenden zwischen April und Oktober auf 14 Plätzen frei geparkt werden. Das Projekt „Gratis Parken“ sollte die Attraktivität der Innenstadt erhöhen und drückte die Knöllchen-Bilanz. Neben dem Einsatz bei Fußballspielen waren Politessen dafür aber bei Montagsdemos im Einsatz. Bis November verteilten sie mehr als 68.000 Knöllchen, die Einnahmen summierten sich auf über 1,1 Millionen Euro. Offen ist, ob die gut 85.700 Knöllchen und knapp 1,4 Millionen Euro vom Vorjahr noch getoppt werden.

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